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Blumenkenner mit jeder Menge Spürsinn

Patricia Schedler macht ihre Leidenschaft zur Natur zum Beruf.
Patricia Schedler macht ihre Leidenschaft zur Natur zum Beruf. ©Gerty Lang
Luag, was ma wera künnt: Floristin. Sie sind Kaufleute und Künstler – Floristen müssen Pflanzen und Blumen lieben.
Floristin

Lustenau. Myosotis, Viola wittrockiana oder Narcissus pseudonarcissus – für die meisten Menschen sind diese Wörter lateinische Zungenbrecher. Für Floristen sind es die üblichen Bezeichnungen ihrer täglichen Materialien: Vergissmeinnicht, Stiefmütterchen und Osterglocken. „Die lateinischen Bezeichnungen gehören zum täglichen Floristengeschäft dazu. Die lernt man in der Ausbildung”, sagt Patricia Schedler. Die 19-jährige macht ihre Ausbildung bei Blumen Hagen in Lustenau. Ihre Mama ist ebenfalls Floristin.

„Mit der Schulklasse waren wir in Venedig und haben auch den Orchideengarten angeschaut“, schwärmt das symphatische Lehrmädchen. Im 3. Lehrjahr wird von den Auszubildenden jede Menge an Wissen verlangt, da auch in Kürze die Lehrabschlussprüfung vor der Türe steht. „Meiner Ansicht nach wird der Beruf der Floristen oft unterschätzt. Hinter dem Handwerk steckt mehr, als Blumensträuße und Gestecke nach Kundenwünschen zusammenzustellen“, erklärt Chantal Hagen. „Floristen müssen eigentlich Künstler und Kaufleute sein, denn sie brauchen ein Gespür dafür, welche Blumen gerade gefragt sind“. Die „Blumenfeen“ sorgen dafür, dass die Pflanzen im Geschäft ansprechend präsentiert werden.

„Mit einem Blumenstrauß kann man eigentlich nichts falsch machen.“ Doch bevor die bunten Blüten über den Ladentisch gehen, werden die Pflanzen sehr genau geprüft. Ist die Qualität gut? Lässt sich mit dem Material arbeiten? „Wir verwenden viele Naturmaterialien“, zeigt Patricia auf ihr kleines „Lager“. Die kleinen Ästchen, Wurzeln und Tannenzapfen hat sie selbst gefunden und ins Geschäft mitgebracht. Sie unterstützt die Kunden gerne bei der Auswahl und stellt daraufhin sorgfältig ein Arrangement zusammen. Außerdem gibt Patrica den Kunden Tipps für die entsprechende Pflege der Pflanzen. Ein Großteil der Arbeit macht das Zusammenstellen von Gestecken und Blumensträußen aus – und der Umgang mit Menschen.

“Man muss schon sehr gut zuhören und mit Fingerspitzengefühl nachfragen”, sagt Chantal Hagen. Insbesondere, wenn es Blumen für einen ganz besonderen Anlass sein sollen, wie Hochzeiten oder Kirchen- und Standesamtsdekoration. Ein Brautstrauß muss zur Braut und ihrem Kleid und dem Schmuck der Feier passen. „Die Mischung aus Intuition und aufmerksames Zuhören lässt ein Bild des Wunschblumenstraußes im Kopf der Floristen entstehen. Leidenschaft, Fantasie, Kreativität und Naturverbundenheit sind Grundvoraussetzung für den Beruf, der überwiegend von Frauen dominiert ist.“ Wenn die Blumen am frühen Morgen geliefert werden, versorgt Patricia sie mit Wasser, schneidet sie zurecht und platziert sie im Verkaufsbereich.

Sie arbeitet fast ausschließlich in Handarbeit. Im Beruf sind neben einem „grünen Daumen“ auch kaufmännische Fähigkeiten gefragt. Ein Tipp zum Schluss: „Tulpen soll man, bevor man sie ins Wasser stellt, unter dem Köpfchen etwas einritzen. So behalten sie ihre Standfestigkeit und fallen nicht auseinander.“

 

Lehrbetrieb
Blumen Hagen

Flurstrasse 16
6890 Lustenau

Mail: info@blumen-hagen.at
Tel.: 05577 82697
Web: www.blumen-hagen.at


Was ist das Besondere am Beruf?

Chantal Hagen, Ausbildnerin
Lehrlingsmangel herrscht in der Branche nicht. Allerdings fehlt es vielen Auszubildenden an echter Leidenschaft. Oft ist der Ausbildungsberuf Florist auch die erste Wahl, darum achte ich bei deren Auswahl schon darauf ob die Jugendlichen Kreativität und künstlerisches Geschick mitbringen.

Patricia Schedler, 3. Lehrjahr
Die Ausbildung erfolgt dual im Betrieb und in der Berufsschule. Hier lernen wir die Fächer Gestaltung, Farbenlehre und Betriebswirtschaft. Und natürlich die lateinischen Bezeichnungen der Pflanzen. Daneben werden wir in der Kommunikation mit den Kunden geschult.

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