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Blauzungenkrankheit in Österreich: Rind in Schärding betroffen

In Österreich ist zum ersten Mal die Blauzungenkrankheit diagnostiziert worden.
Blauzungenkrankheit weiter auf dem Vormarsch 
Blauzungenkrankheit, Gefahr fürs Ländle? 
Video zur Blauzungenkrankheit 

Für Menschen stelle das Virus keine Gefahr dar, beruhigte Gesundheitsministerin Kdolsky am Mittwoch. Allerdings sind Auswirkungen auf die Milch- und Fleischwirtschaft sowie den Viehhandel zu erwarten, da die Krankheit zu Leistungsminderung und Fruchtbarkeitsstörungen bringt.

Die Blauzungenkrankheit ist eine Viruserkrankung und wird durch den Bluetongue-(BT-)Virus verursacht, das von Stechmücken übertragen wird. Erkranken können Rinder, Schafe, Ziegen und wildlebenden Wiederkäuer. Bei Schafen muss laut Ministerium mit hohen Erkrankungs- und Todesraten gerechnet werden. Bei Rindern verläuft die Krankheit im Normalfall milder. Für die Konsumenten bestehe kein Anlass zur Sorge, beruhigte Kdolsky. Das BT-Virus stelle für den Menschen keine Gefahr dar.

Entdeckt wurde die Infektion bei einer Routinekontrolle der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES). Sofort nach Feststellung des BT-Virus sei eine Blutprobe zur weiteren Abklärung an das europäische Referenzlabor nach Pirbright in Großbritannien geschickt worden, so Kdolsky.

Die Blauzungen-Bekämpfungsverordnung sieht die Errichtung einer Schutz- und Kontrollzone im Umkreis von 150 Kilometern vor, in der die für die Krankheit empfänglichen Vierbeiner genau überwacht werden. Für den Tierverkehr gibt es Einschränkungen.

Seit Juli dieses Jahres gebe es in den Bundesländern Tirol und Vorarlberg verpflichtende Schutzimpfungen gegen die Blauzungenkrankheit, nachdem in den Nachbarstaaten Österreichs 2006 und 2007 die Krankheit aufgetreten war, erklärte Kdolsky. “Es wird nun bis Ende März 2009 eine flächendeckende Schutzimpfung auch außerhalb der Schutz-und Kontrollzone geben.”

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