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Björndalen gelang WM-Double

Biathlon-Superstar Ole Einar Björndalen ist der große Gewinner des ersten WM-Wochenendes in Hochfilzen. Der 31-jährige Norweger schaffte einen Tag nach seinem Sprintsieg das Double.

In der 12,5-km-Verfolgung am Sonntag baute er seinen Vorsprung trotz dreier Strafrunden von 10,5 auf 39,2 Sekunden aus. Silber sicherte sich der am Vortag viertplatzierte und fehlerfrei schießende Russe Sergej Tschepikow vor dem Sprint-Zweiten Sven Fischer (GER/+50,7/3).

Für Wolfgang Rottmann war die Chance auf ein gutes Resultat schon nach dem Fiasko im Stehend-Schießen des Sprints vertan, er verbesserte sich mit einer starken Leistung in der Verfolgung immerhin von Rang 55 auf 21.

Björndalen war nach fehlerfreiem ersten Schießen bereits allein auf weiter Flur, jeweils eine Strafrunde auf den folgenden drei Abschnitten machte das Rennen auch nicht mehr spannend. „Das Schießen war nicht ganz optimal, aber ich bin sehr zufrieden“, erklärte der fünffache Olympiasieger mit Wohnsitz Obertilliach (Ostttirol), der sich läuferisch in Topform befindet.

Nach seiner insgesamt vierten Einzel-Goldmedaille und Siegen in seinen jüngsten acht Biathlon-Rennen scheint er auf bestem Weg, den Husarenstreich der Winterspiele in Salt Lake City 2002 zu wiederholen, wo er alle vier Titel erobert hatte. „Beim Laufen und Schießen fühle ich mich wie ein Kannibale, ich bin noch immer hungrig, ich will noch weiter essen“, erklärte der ruhige, aber in seinem Sport unersättliche Norweger.

Der Doppel-Weltmeister von Hochfilzen ist auch für den 20-km-Einzelbewerb am Mittwoch Favorit, die Österreicher hoffen dort auf eine Rehabilitierung. Bester der Verfolgung war Wolfgang Rottmann als 21. (+3:20,0) mit vier Strafrunden, der aber angesichts der fünf Fehler am Vortag nicht zufrieden sein konnte. „Damit habe ich gleich zwei Rennen verhaut. Am wichtigsten Tag das schlechteste Rennen des Jahres zu machen, ist doppelt schade“, meinte der Ex-20-km-Weltmeister aus Altenmarkt.

„Ich bin froh, dass ich läuferisch so gut drauf bin, wie man es sich für eine WM wünscht, das Schießen wird auch noch klappen“, erklärte Rottmann, der am Sonntag mit einem fehlerfreien letzten Stehend-Schießen Selbstvertrauen tankte. „Am Sonntag habe ich noch das Beste draus gemacht. Ich habe schon so viele Niederlagen kassiert, die stecke ich weg.“

Er hatte seine Schieß-Taktik in der Verfolgung geändert und war den Schießplatz mit vollem Tempo angelaufen. „Beim ersten Stehend-Schießen bin ich gebremst worden und hatte zwei Fehler, aber beim zweiten bin ich voll hingeheizt und es hat geklappt.“

Fritz Pinter, der Ersatzmann für den erkrankten Ludwig Gredler, gelang nach Rang 32 am Vortag ebenfalls eine Verbesserung, die aber mit nur zwei Fehlschüssen auf Rang 28 (+4:09,6) nicht so deutlich ausfiel wie erhofft. „Das war mein drittes Rennen in drei Tagen, es war brutal schwer“, erklärte der WM-Debütant aus Kärnten, der am Freitag im Hinblick auf seinen eigentlich für Mittwoch geplanten Premiereneinsatz das TV-Testrennen bestritten hatte.

„Ich habe nicht mehr geglaubt, dass ich in dieser Verfassung noch in die Punkteränge komme“, sagte Pinter, der sich in der vergangenen Saison in der Elite etabliert hatte. Das Schießen klappte wie am Vortag gut, die einzigen zwei Fehler unterliefen ihm im ersten Stehend-Anschlag. „Da war ich im Kopf etwas müde und unkonzentriert. Aber ich glaube schon, dass ich mich für den 20-km-Bewerb empfohlen habe.“

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