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Bitte lasst euch jetzt typisieren!

Familie Fitz aus Lustenau hofft auf eine geeignete Stammzellenspende für Eva-Maria.
Familie Fitz aus Lustenau hofft auf eine geeignete Stammzellenspende für Eva-Maria. ©handout/Geben für Leben
Lustenau: Die leukämiekranke Dreifach-Mutter Eva-Maria (34) sucht Spender. Am kommenden Sonntag findet im Lustenauer Gymnasium eine große Typisierungsaktion statt.

„Es ist eine schwierige Situation für die ganze Familie“, erzählt Marco, der momentan oft alleine für die drei Jungs sorgen muss, wenn Eva-Maria zur Therapie nach Innsbruck muss. „Wir versuchen, das alles von Julius (1), Lorenz (4) und Paul-Ruben (6) fernzuhalten – soweit es geht. Natürlich merken sie, dass etwas nicht stimmt. Mama kann nicht immer da sein, aber zum Glück haben wir ein wirklich gutes soziales Netz. Beide Omas und die ganze Familie helfen, wo sie nur können. Als Selbständiger ist es momentan nicht einfach, das alles unter einen Hut zu bringen“, berichtet Marco über den momentanen Alltag der Familie.

„Dann kam der Schock“

Als Eva-Maria vergangenes Jahr die Diagnose Leukämie erhielt, änderte sich das Leben der jungen Familie auf einen Schlag. Mit Chemotherapien und weiteren Behandlungen schien sich heuer im März alles zum Guten zu wenden. „Eva-Marias Krebs war nicht mehr nachweisbar, jedoch sagte man uns, dass es bei Leukämie eine Rückfallquote von etwa 50 Prozent gebe. Wir haben bis zuletzt gehofft, dass Eva zu den guten 50 Prozent gehört – die Nachuntersuchungen haben auch alle gut ausgesehen. Doch dann kam der Schock: Bei der letzten Kontrolle wurde festgestellt, dass der Krebs wieder da ist.“

„Es muss weitergehen“

Trotz des schweren Schicksalsschlags denkt die Familie nicht daran, aufzugeben. „Es nützt ja nichts, irgendwie muss es weiter gehen. Uns bleibt die Hoffnung und wir sind zuversichtlich, dass noch ein geeigneter Stammzellenspender für Eva-Maria gefunden werden kann“, sagt der Familienvater.

„Hoffen auf Vorarlberger“

Marco fügt hinzu: „Wenn nicht für Eva, dann kann die Typisierungsaktion von Geben für Leben vielleicht dazu beitragen, dass jemand anderer Hilfe bekommt. Darum hoffen wir alle darauf, dass am Sonntag möglichst viele Vorarl­berger den Weg nach Lustenau finden und sich typisieren lassen.“ Was genau bei der Typisierung passiert, erklärt Susanne Marosch vom Verein Geben für Leben im Kurzinterview rechts. Dabei handelt es sich um eine recht harmlose Prozedur, denn über eine simple Blutabnahme kann festgestellt werden, ob jemand als Spender – und damit als Lebensretter – geeignet ist.

Factbox: Typisierungsaktion in Lustenau

Am kommenden Sonntag, 18. Dezember, von 10 bis 16 Uhr, laden Familie Fitz und der Verein Geben für Leben zu einer großen Typisierungsaktion ins Gymnasium Lustenau ein. Da die Chance, den richtigen Spender zu finden, nur bei etwa eins zu einer halben Million liegt, hoffen alle auf eine rege Teilnahme der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger.

Fragen an Susanne Marosch, Geben für Leben

WIE LÄUFT SO EINE TYPISIERUNG AB?

Wenn man das Infoblatt gelesen und den Gesundheitsfrageboten ausgefüllt hat, muss man eine Einverständniserklärung unterschreiben. Wer als Spender registriert werden kann, erhält einen Spenderausweis und dann wird eine kleine Menge Blut (max. 2,7 ml) abgenommen.

WAS PASSIERT MIT MEINEN DATEN?

Die Blutproben werden in unser Partnerlabor zur DNA-Bestimmung geschickt. Die Ergebnisse werden anonym in die weltweite Datenbank eingespielt. Wer geeignet ist, wird von Geben für Leben kontaktiert. Daher ist es wichtig die Kontaktdaten aktuell zu halten. Die Daten werden in einem dreifach gesicherten EDV-System geschützt und bis zum 60. Lebensjahr ausschließlich für die Suche nach Stammzellenspendern verwendet.

UND WENN MAN ALS SPENDER GEEIGNET IST?

Nach einer Voruntersuchung und Info-Gesprächen wird man drei Monate für den Patienten reserviert. In dieser Zeit kann jederzeit sein, dass es nun so weit ist und der Patient eine Stammzell- oder Knochenmarkspende benötigt. Die Spende ist immer freiwillig und ehrenamtlich.

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