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Österreichs Bischöfe tagen in St. Gerold

Bischöfe beraten über Situation der kontemplativen Orden
Bischöfe beraten über Situation der kontemplativen Orden ©APA
Erstmals seit 2002 tagt die Österreichische Bischofskonferenz wieder in der Diözese Feldkirch. Unter dem Vorsitz von Kardinal Christoph Schönborn beginnen am Montag die Beratungen der Bischöfe in der Benediktiner-Propstei St. Gerold.

Eröffnet wird die Konferenz mit einem Studiennachmittag zum kontemplativen Ordensleben. Ein weiteres Schwerpunktthema sind die Auswirkungen der gesellschaftlichen Veränderungen auf die Schule und den Bildungsbereich, wie der Generalsekretär der Bischofskonferenz, Peter Schipka, gegenüber “Kathpress” ankündigte.

Auf der Tagesordnung der Bischöfe finden sich auch zwei weltkirchliche Themen: Zum einen geht es um die Nacharbeit zum päpstlichen Familiendokument “Amoris laetitia”. Zum anderen wird sich der Episkopat erstmals mit der nächsten Weltbischofssynode befassen, die im Oktober 2018 zum Thema “Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungsentscheidung” im Vatikan stattfinden wird. Im Jänner ist dazu das Vorbereitungsdokument (Lineamenta) gemeinsam mit einem Fragebogen erschienen. Ein fixer Bestandteil jeder Vollversammlung bildet ein Austausch über aktuelle Themen in Kirche und Gesellschaft. Dabei wird es auch um das in Begutachtung befindliche Integrationsgesetz gehen.

Gastgeber für die Bischofskonferenz ist erstmals der Feldkircher Diözesanbischof Benno Elbs. Die Versammlung der Bischöfe beginnt am Montag. Liturgischer Höhepunkt ist ein Festgottesdienst der Bischöfe am Mittwoch, 15. März, um 18.00 Uhr in der Pfarrkirche Nüziders, zu dem alle Gläubigen eingeladen sind. Kardinal Schönborn wird der heiligen Messe vorstehen und predigen. Im Anschluss daran gibt es eine Begegnung der Bischöfe mit dem Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner.

Propstei St. Gerold

Tagungsort der Bischöfe ist die Propstei St. Gerold im Großen Walsertal. Sie wurde bereits 960 gegründet und gehört zum Schweizer Benediktinerkloster Einsiedeln. 1958 wurde die Propstei in eine offene Begegnungsstätte umgewandelt und ist heute ein religiöses, soziales, touristisches und kulturelles Zentrum, betreibt ein Bildungs- und Seminarzentrum, eine Bio-Landwirtschaft und ein Gästehaus. Bekannt ist die Propstei für ihr Sozialzentrum, wo mit eigenen Pferden therapeutisches Reiten angeboten wird, und für die hochkarätigen Konzertveranstaltungen.

Das benediktinische Zentrum versteht sich als ein Ort der Bildung und Begegnung sowie der Sinnsuche. Es wird seit 2009 vom Benediktinerpater Kolumban Reichlin als Propst geleitet. Die Propstei, deren älteste Teile in das 12. Jahrhundert zurückreichen, wird seit einigen Jahren in mehreren Bauetappen von Grund auf saniert.

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