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Bis zu 1.000 gewaltbereite Fans

Die deutsche Polizei hat seit Anfang Juni an der deutschen Grenze neun Hooligans zurückgewiesen, die zur Fußball-WM reisen wollten. Darunter seien drei als gewaltbereit eingestufte Engländer gewesen.

Sie sind Anfang dieser Woche an der deutsch-tschechischen Grenze gestoppt worden, sagte Polizei-Vize-Präsident Jürgen Bischoff am Mittwoch im WM-Führungsstab des ehemaligen Bundesgrenzschutzes in Sankt Augustin bei Bonn.

In den kommenden Wochen werde die Zahl der Zurückweisungen deutlich steigen. “Wir werden wohl an die 1.000 zurückschicken”, erwartet Bischoff. Der Polizei lägen aber bisher weder konkrete Hinweise auf geplante Gewalttaten von Hooligans noch Hinweise auf geplante Anschläge von Extremisten vor.

Von 3.500 potenziellen Gewalttätern, die Großbritannien während der WM nicht verlassen dürfen, seien in 180 Fällen die Pässe noch nicht eingezogen worden, erklärte Michael Ender, der Leiter der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS).

Verstärkte Überprüfungen an der niederländischen Grenze seien etwa für den Fall zu erwarten, dass die Elf von Jürgen Klinsmann im Verlauf des Turniers auf das Team des Nachbarlandes treffen sollte. “So ein Spiel könnte in Dortmund oder Gelsenkirchen stattfinden”, sagte Bischoff. “In Europa gibt es rund 10.000 als gewaltbereit registrierte Hooligans”, sagte der Polizeiführer. Diese könnten aber nicht alle zurückgewiesen werden. Nicht jeder, der etwa in einem anderen Land wegen eines Vorfalls registriert worden sei, könne in Deutschland gleich mit einem Einreiseverbot belegt werden. “Das Problem ist natürlich, die Gewaltbereiten zu erkennen”, sagte Bischoff. Die Beamten suchten also etwa nach Hinweisen im Gepäck wie Baseball-Schläger und arbeiteten eng mit den Kollegen aus dem Ausland zusammen.

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