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Biobauer aus Überzeugung.

Biobauer Elmar Weißenbach will aus Überzeugung auf s Ganze gehen.
Biobauer Elmar Weißenbach will aus Überzeugung auf s Ganze gehen. ©veronika Hotz
Fotos vom Biobauer Weißenbach

Biobauer Elmar Weißenbach
liefert Vorarlberger Freilandbeef unter dem Motto:
“Von der Mistgabel bis zur Tischgabel kontrolliert.”

Götzis / “Mister Freilandbeef” wird er von seinen Kollegen liebevoll genannt. Der Götzner setzt seit vielen Jahren seinen Schwerpunkt auf echte Mutterkuhhaltung, artgerechte Tierhaltung, Fütterung nach den Biorichtlinien und gentechnikfreie Fütterung seiner Tiere.

Vor rund 15 Jahren begann Elmar Weißenbach mit einem befreundeten Bauern aus Rankweil seine Laufbahn als “Ländle-Biobauer”. “Damals gab es schon in anderen Bundesländern Biobetriebe mit spezieller Mutterkuhhaltung, die uns als Vorbild dienten”, erzählt der naturverbundene Lehrer vom BSBZ Hohenems. Vorarlberger Bio-Freilandbeef ist bestes, echtes, einheimisches Fleisch. Die Produktionsrichtlinien für die Produzenten des Freilandbeefs sind laut Weissenbach sehr genau formuliert und werden von österreichischen Kontrollfirmen fortlaufend überwacht. “Der begleitete Prozess des Bio-Fleisches zieht sich von der Geburt und der Aufzucht eines Tieres über die Schlachtung und die Fleischverarbeitung hin bis zum Verkauf im Geschäft”, informiert Weißenbach.

Hoher Anteil an Biobetrieben im Ländle.
Die Landwirtschaft in Vorarlberg weist nach Salzburg den zweithöchsten Anteil an Bio-Betrieben in Österreich auf. Zu den 570 Biobetrieben gehören neben einem Drittel milchproduzierender Betriebe, ein Drittel Mutterkuh – haltende Betriebe und sonstige Betriebe mit Kleintieren, Obst und Gemüse. Einer dieser Biohöfe steht in der Bleiche im Gemeindegebiet von Götzis. Die Kühe werden hier ohne Wachstumsförderer gefüttert und vornehmlich mit Futter vom eigenen Hof groß gezogen. “Bei uns haben die Kälber freien Zugang zur Mutterkuh und eine Weidehaltung übers Jahr ist selbstverständlich”, betont der Biobauer. Den ganzen Sommer verbringen die rund 20 Kühe und Rinder auf der Alpe Valors im Freschengebiet oder im Nenzinger Berg. Nur ausgewählte Rinderrassen wie Original Braunvieh, Aberdeen Angus, Tiroler Grauvieh oder Fleckenvieh dürfen als Vorarlberger Bio Jungrind gezüchtet werden. Alle Kälber sind in Vorarlberg geboren und werden ausschließlich in echter Mutterkuhhaltung gehalten. Futtergrundlage ist die Muttermilch, bevor die Kälber nach acht bis zehn Monaten ausreichend Grundfutter vom eigenen Biohof fressen.

Ethische Grundeinstellung gefordert.
Als kapitales Verbrechen an der Gesundheit der Bevölkerung bezeichnet Elmar Weißenbach den jüngsten Dioxin Skandal in Deutschland. “Ich glaube nicht, dass der Konsument allein mit seinem Einkaufsverhalten die Nahrungsmittelproduktion regeln kann. Es liegt auch bei den Politikern, dass sie mit Gesetzen die ganze Sache in den Griff bekommen. Diese wichtige, generationenübergreifende Angelegenheit verlangt eine ethische Einstellung seitens der Politik, ” ist der Götzner überzeugt. Seit mehreren Jahren unterrichtet Weißenbach an der Landwirtschaftsschule in Hohenems die Unterrichtsfächer Tierzucht- und Fütterungslehre, Anatomie und Physiologie, Traktorfahren und Pflanzenbau – also ein Biobauer aus Überzeugung. Am Biohof in Götzis werden im Sommer noch Puten gehalten und es wird Dinkel in größerem Maße angebaut, damit es einerseits das gute Götzner Würfelbrot gibt und andererseits, die Kühe auf dem eigenen Stroh liegen können. Der Betriebskreislauf soll ja möglichst geschlossen bleiben, so Weißenbach.

Zur Person: Elmar Weißenbach
Geburtstag: 11.11. 1958
Wohnort: Götzis
Familie: Verheiratet mit Susanne, drei Kinder
Beruf: Biobauer & Lehrer an der Landwirtschaftsschule in Hohenems
Lebensmotto: “Ganzheitlich und ehrlich leben.”

Bleiche 6,6840 Götzis, Austria

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