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Bienen- und Vogelsterben: Köstinger (ÖVP) will Zulassung verbotener Pestizide für Österreich

Bienen und Vögel sterben, falls sie diese Pestizide zu sich nehmen.
Bienen und Vögel sterben, falls sie diese Pestizide zu sich nehmen.
Wien und Burgenland stimmen dem Vorhaben von Umweltministerin Köstinger (ÖVP) nicht zu. Sie will die von der EU verbotenen Pestizide in Österreich zulassen.

Ein klares Nein kommt aus Wien und aus dem Burgenland. Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) möchte die von der EU verbotenen Pestizide in Österreich zulassen. “Dies verstößt nicht zur gegen geltendes Recht, sondern ist auch grob fahrlässig gegenüber der Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt”, so Wiens Umweltstadträtin Ulli Sima. Durch die Pestizide würde auch das Grundwasser verseucht und ein Bienen- und Vogelsterben mit sich bringen.

Wien stellt sich strikt gegen eine Zulassung und hat dies bereits schriftlich der Agentur für Lebensmittelsicherheit mitgeteilt. Auch das Burgenland stellt sich gegen das Vorhaben. “Österreich hat jahrelang und erfolgreich gegen Pestizide gekämpft und nun will Umweltministerin Köstinger verbotene Substanzen durch die Hintertüre wieder einführen, das ist völlig inakzeptabel”, so Sima und kündigt breiten Widerstand an.

Köstinger will eine Notfallzulassung in Österreich

Die Bundesländer, in denen Zuckerrüben angebaut werden, wurden in einem Schreiben des Umweltministerin Köstinger unterstellten Bundesamts für Ernährungssicherheit (BAES) dazu aufgefordert, einer sogenannten Notfallzulassung von drei extrem schädlichen Pestiziden der Gruppe der Neonicotinoide zuzustimmen. Konkret handelt es sich dabei um folgende Beizmittel:

– Cruiser 600 FS mit dem Wirkstoff Thiamehoxam – Poncho Beta mit dem Wirkstoff Clothianidin – Sombrero mit dem Wirkstoff Imidacloprid

Bereits seit dem 29. Mai 2018 hat die EU-Kommission die Verwendung dieser drei Wirkstoffe außerhalb von Glashäusern explizit verboten und verweist ausdrücklich auf die hohe Gefahr, die für Bienen von diesen Substanzen ausgeht. “Clothianidin, Thiamehoxam und Imidacloprid. Was giftig klingt, ist es auch. Diese Mittel töten Bienen und Vögel. Am schlimmsten ist aber, dass sie als Beizmittel eingesetzt werden und dadurch in die Flüsse und in das Grundwasser ausgewaschen werden”, so Sima.

Nein zur Zulassung aus Wien und Burgenland

Vögel sterben bereits nach dem Verzehr weniger Körner, die mit dem Beizmittel behandelt wurden. Bei der Aussaat setzen sich die Neonicotinoide im Boden fest und gelangen durch den Regen ins Grundwasser und in die Flüsse. Bienen sterben bei der Aufnahme einer geringen Dosis, die über den Wasserkreislauf in die Pflanzen gelangt. Auch auf die Entwicklung des Nervensystems von Säuglingen und Kleinkindern wirken sie sich schädlich aus.

“Wir werden daher den Einsatz dieser Gifte nicht zulassen und gemeinsam mit dem Burgenland, mit Umweltschützern und dem Einzelhandel auch weiterhin vehement dagegen ankämpfen”, so Sima abschließend.

(Red)

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