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Betreiberin in Sorge: Warum darf mein Minigolf-Platz in Bregenz nicht öffnen?

©VOL.AT/Mayer
Warum dürfen große Golfplätze öffnen und der Minigolf-Platz nicht? Diese Frage stellt sich derzeit - vermutlich nicht nur - in Bregenz.
Minigolf-Platz in Bregenz
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Für Beate Geiger-Kassler wäre es die 31. Saison als Pächterin des Minigolf-Platzes in Bregenz - eigentlich. Denn am Montag wurde ihr von der Bezirkshauptmannschaft Bregenz mitgeteilt, dass sie nicht geöffnet haben darf. Eine freundliche Dame habe sie netterweise darauf hingewiesen, so Geiger-Kassler gegenüber VOL.AT. "Letztes Jahr haben wir öffnen dürfen, weil wir 'outdoor' waren", meint sie. Wieso das dieses Jahr anders ist, ist für sie unverständlich. Große Golfplätze haben geöffnet und auch die in unmittelbarer Nähe liegende Bootsvermietung durfte bereits - allerdings ebenfalls nach Diskussionen und erst anch Inverention von Bürgermeister Michael Ritsch beim Land Vorarlberg - in die Saison starten. Auch der gut besuchte Spielplatz und die Beachbar nebenan, haben geöffnet. Dort tummeln sich anders als am Minigolf-Platz viele Menschen.

Der Minigolf-Platz darf nicht geöffnet haben. Bild: VOL.AT/Mayer

Platz vorerst geschlossen

Der Minigolf-Platz muss jedoch vorerst geschlossen bleiben. Für Geiger-Kassler beginnt nun die Suche nach Antworten. Sie habe bereits mit der Bezirkshauptmann, der Stadt und dem Land Kontakt aufgenommen. Auch der Betreiber des Bootsverleihs versteht nicht, warum seine Kollegin geschlossen halten muss: "Wir sind froh, dass wir offen haben dürfen", so Daniel Morscher gegenüber VOL.AT. Beide Betriebe befinden sich im Freien. Laut der Covid-19-Schutzmaßnahmenverordnung fallen Minigolfanlagen allerdings unter die Kategorie "Freizeiteinrichtungen" und dürfen daher nicht öffnen. Der Bootsverleih hingegen ist laut Verordnung ein "nicht-körpernaher Dienstleister" und kann öffnen, wenn entsprechende Schutzmaßnahmen angewendet werden.

Zwischen den einzelnen Bahnen wäre genug Abstand. Bild: VOL.AT/Mayer

"Die Kunden warten darauf"

Beate Geiger-Kassler wäre parat für den Saisonstart und blickt sorgenvoll in auf die nahende Saison. "Also, wenn ich jetzt nicht aufmachen darf, weiß ich nicht, was ich mache", sagt sie gegenüber VOL.AT. Der Platz wurde bereits vorbereitet, auch erste Gäste waren schon da. Auch ein Sicherheitskonzept wurde ausgearbeitet. Bälle und Schläger werden regelmäßig desinfiziert, an der Kasse wird eine Maske getragen. Gäste müssen aus einem Haushalt sein und auf der Bahn unter sich bleiben. Der Platz wäre groß genug, auch zwischen den einzelnen Bahnen wäre genug Spielraum bzw. Abstand. Die Betreiberin der Freizeiteinrichtung kann nun nur noch abwarten, was die neuen Öffnungsschritte bringen und hofft, bald aufsperren zu dürfen. "Die Kunden warten darauf", meint sie. Das schöne Wetter wäre da, die Leute wären froh, am See was unternehmen zu können, so Geiger-Kassler. Zumindest bis mindestens Mitte Mai muss der Minigolf-Platz jedoch weiterhin geschlossen bleiben, falls die Bundesregierung keine anderen Verordnungen verkünden wird. (VOL.AT)

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