Beste Voraussetzungen für Lernerfolg

An den Lustenauer Mittelschulen gibt es ein durchlässiges Bewertungssystem nach oben und eine innere Differenzierung für leistungsstärkere und -schwächere Schüler.
An den Lustenauer Mittelschulen gibt es ein durchlässiges Bewertungssystem nach oben und eine innere Differenzierung für leistungsstärkere und -schwächere Schüler. ©MS Kirchdorf
Bis zum 28. Februar sind Anmeldungen für weiterführende Schulen möglich.

Lustenau. Lustenaus Mittelschulen freuen sich auf zahlreiche neue Schüler für das kommende Schuljahr und sind bestens vorbereitet: Irmgard Scheffknecht, Direktorin der Mittelschule Kirchdorf, berichtet über nennenswerte Erfolge des neuen Schulmodells. „Mittlerweile sind die positiven Auswirkungen durch die pädagogischen Veränderungen an den Mittelschulen deutlich spürbar. Belegt wurde dies jüngst auch anhand der Verhaltensnoten im Semesterzeugnis. In allen drei Schulen in Lustenau ist das Zusammenleben und Miteinander in den letzten Jahren besser geworden. Die Verhaltensnoten im Bereich wenig oder nicht zufriedenstellend gingen um zwei Drittel zurück und konnten an einer Hand abgezählt werden”, berichtet die Direktorin stellvertretend für alle drei Direktoren der Lustenauer Mittelschulen. Das System der Leistungsgruppen wurde bei der neuen Mittelschule abgeschafft. Das neue System ist durchlässiger, das heißt, jeder Schüler hat immer wieder die Chance, sich zu verbessern und eine Note im höheren Niveau, der sogenannten vertieften Allgemeinbildung, zu erreichen. Scheffknecht: „Der Stempel, als Schüler der dritten Leistungsgruppe ein Verlierer zu sein, wird dem Schüler nicht mehr aufgedrückt und entlastet somit das Lernen und in der Folge das Zusammenleben.”

Erfolg durch Teamteaching

Auch das eingeführte Teamteaching ist einer der großen Unterschiede zur früheren Hauptschule: In den Hauptfächern unterrichten nämlich die meiste Zeit zwei Lehrer gemeinsam in der Klasse. Dadurch können sich diese besser auf die unterschiedlichen Lernfortschritte ihrer Schüler eingehen. Die Schüler bekommen in der Planarbeit je nach Können unterschiedlich schwierige Aufgaben gestellt. Leistungsstarke Schüler versuchen sich an komplexen Fragen, und leistungsschwächere Kinder erhalten mehr Zeit.

„Eine gute Lehrer-Schüler-Beziehung gehört zu den Voraussetzungen für einen guten Lernerfolg. Der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass ein Kind gut lernt, wenn es sich wohlfühlt, tragen unsere Schulen mit einer Stunde ‚Soziales Lernen’ Rechnung, die der Klassenvorstand organisiert. Dabei rückt das Zusammenleben in der Klasse und der Schule in den Mittelpunkt. Die Schüler lernen zum Beispiel, wie Konflikte gut gelöst werden, warum Regeln von allen befolgt werden sollen oder wie Entscheidungen demokratisch getroffen werden”, führt die Direktorin ins Treffen.

Schulsozialarbeit

Wesentlich zum guten Miteinander trägt auch die von der Gemeinde unterstützte Schulsozialarbeit an allen Mittelschulen bei. Soziales Lernen geht hier über die Schulgrenzen hinaus, Kinder finden zum Beispiel Unterstützung bei persönlichen und sozialen Problemen mit Freunden, der Schule oder Familie.

„In einer Zeit, in der das respektvolle Miteinander und Zusammenleben eher abzunehmen scheint, ist es besonders erfreulich, in den Mittelschulen einen Erfolg in die andere Richtung auszumachen”, so das abschließende Resümee der Direktorin.

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