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Besinnliche Einkehr statt feierlichem Patrozinium

Die Kirche zum heiligen Nikolaus ist am Sonntag für ein stilles Gebet geöffnet
Die Kirche zum heiligen Nikolaus ist am Sonntag für ein stilles Gebet geöffnet ©Christof Egle
 Pfarre Altach lädt zu einem Tag voller Mut, Zuversicht und Hoffnung. Ausstellung im Pfarrzentrum widmet sich dem heiligen Nikolaus
Nikolaus Altach

 

Altach. Erbaut wurde die Altacher Pfarrkirche in den Jahren 1956 bis 1960, geweiht wurde sie 1962 dem heiligen Nikolaus. Damit wäre somit kommenden Sonntag 6. Dezember das Patroziniumsfest der Pfarre. Da aber alle Messfeiern bis auf weiteres pandemiebedingt abgesagt wurden, wirft man in Altach die Flinte aber nicht ins Korn und lädt die Menschen im privaten Rahmen und unter Einhaltung der derzeit geltenden Sicherheitsbestimmungen von 11 bis 18 Uhr zu einem Nikolaustag in die Kirche ein. Bei der Figur des heiligen Nikolaus, der über dem Eingangstor thront und wie Pfarrer Rainer Büchel es ausdrückt „jedem Kirchgänger insgeheim seinen Segen spendet, ob er will oder nicht“ wird es die Möglichkeit zur persönlichen Einkehr und zum Gebet geben. Es besteht ebenso die Möglichkeit eine Kerze anzuzünden, ein paar Körner Weihrauch in die Glut zu werfen und so die jeweiligen Wünsche, Danksagungen und Bitten symbolhaft in den Himmel aufsteigen zu lassen. Wem das zu wenig konkret ist, der kann diese auch niederschreiben und dem Kirchenpatron schriftlich hinterlassen. Pfarrer Büchel, der in den vergangenen Tagen auch insgeheim als Nikolaus unterwegs war und an alle Ehrenamtlichen der Pfarre Säckle als Dank für die Arbeit und kleine Hefezöpfe an die Bewohner des Sozialzentrums, jeweils kontaktlos, verteilt hat, erklärt die Absicht des Tages wie folgt: „In einer schwierigen Zeit wollen wir als Kirche für die Menschen auch ohne Messfeier da sein und somit auch ein Gefühl der Zuversicht, der Hoffnung und des Glaubens schenken“.

 

Ausstellung im Pfarrzentrum

Dem heiligen Nikolaus ist zudem eine Ausstellung im Pfarrzentrum, erarbeitet von Willibald Feinig, gewidmet. In dieser wird einerseits gezeigt, dass Nikolaus von Myra – heute Demre an der türkischen Riviera – eine wegweisende Gestalt war, eine der wenigen, die in Ost und West gleichermaßen in Ehren gehalten werden. Andererseits wird thematisiert, wie der Heilige in ein uraltes heidnisches Winterbrauchtum eingefügt für pädagogische Zwecke gebraucht und kommerzialisiert wurde. Die Ausstellung „Nikolaus von Myra 2020“ ist täglich von 7 bis 20 Uhr geöffnet (bis Jänner 2021). CEG

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