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Berührende Abschiedsmatinée in der Rheintalischen Musikschule

Berührende Abschiedsmatinée in der Rheintalischen Musikschule
Berührende Abschiedsmatinée in der Rheintalischen Musikschule ©Veronika Hofer
Mit der Überschrift „Die Zeit ist gekommen“ lud die langjährige Violinlehrerin Rozalia Röczey zum letzten Vorspielkonzert ihrer Schützlinge.
Berührende Abschiedsmatinée in der Rheintalischen Musikschule

Lustenau „Man plant lange, doch oft kommt es anders“, so begann Rozalia Röczey, die seit 27 Jahren an der Musikschule in Lustenau unterrichtet, ihre kleine Ansprache. Aus gesundheitlichen Gründen muss die engagierte Lehrperson, die zuvor schon zwanzig Jahre in ihrer Heimat Ungarn unterrichtet hat, nun kürzertreten. Das Vorspiel am Sonntagvormittag wurde zu einem wundervollen Konzert mit vielen bewegenden Momenten.

Hervorragende Solistinnen

Mit beeindruckenden Soli erfreuten Celine Engel, Katja Vogt und Nadja Vogt, die schon seit einigen Jahren das Spiel auf der Geige erlernen. Dazwischen gab es ein Überraschungsständchen für Rozalia, angesagt von ihrem Ehemann Ferenc Röczey: Zwei Wegbegleiterinnen der ebenfalls von Frau Röczey geleiteten Kammermusik, nämlich Monika Lapitz und Hermine Bösch, gratulierten mit einer gefälligen Sonate. Dann folgte ein bezauberndes Duo aus der klassischen Epoche, gespielt von Josefa Bösch, zusammen mit ihrer Lehrerin. Zum Abschluss dieses Programmteils brillierte Luisa Ellensohn, Enkelin des Ehepaars Röczey, begleitet von Papa Markus und Mama Gyöngyi Ellensohn sowie Voilinlehrer Klaus Nerdinger und Ferenc Röczey am Klavier. Mit ihren Soli aus dem ersten Satz (Der Frühling) aus dem Zyklus „Die vier Jahreszeiten“, von Antonio Vivaldi, riss sie das aufmerksame Publikum aus den Stühlen. „Mit ihr war ich wohl besonders streng“, bekennt die Violinlehrerin im Rückblick auf die vergangenen Jahre. Dass es sich gelohnt hat, bewies Luisa, die im Herbst mit dem Studium auf dem Konservatorium beginnen wird.

Das kleinste Orchester

„Ein Streichquartett ist die kleinste Orchesterformation“, begann Röczey ihre Ansage für den zweiten Konzertteil. Luisa Ellensohn (Violine 1), Nadja Vogt (Violine 2), Valentin Kalb (Viola) und Linda Maria Bilgeri (Violoncello) bilden schon seit Sieben Jahren das Streichquartett LuNaVaLi. Mit ihrer selbstverständlichen Bühnenpräsenz, mit ihrer versierten Art, aufeinander einzugehen und perfekt zusammenzuspielen, bezauberten die vier jungen Talente an diesem Sonntagvormittag die anwesenden Gäste. Ob der „Holzwurmwalzer“ von Härtel, „Eine kleine Nachtmusik“ von Mozart, „Sinfonia in F-Dur“ von Vivaldi bis zu „Shape of you“ von Ed Sheeran, das Quartett LuNaVaLi wusste mit seiner Musik zu berühren.

Großes Lob

Vor dem letzten Stück, „Despacito“ von L. Fonsi, bedankte sich Musikschuldirektorin Doris Glatter-Goetz mit lobenden Worten bei Rozalia Röczey. Sie unterstrich die Tatsache, dass Rozalia den Streicherbereich der Musikschule maßgebend geformt hat und nicht zuletzt auch dank ihr die Orchesterpflege ausgebaut werden konnte und die Schule inzwischen über fünf Orchesterstufen verfügt. „Wir haben mit ihr eine ‚Hochkaräterin‘ gewonnen, die wunderbar gewirkt hat und ich danke ihr für ihren großartigen Einsatz“, schloss die Direktorin ihre Dankesrede. Von ihren Schützlingen durfte die verdienstvolle Musiklehrerin dann liebevoll ausgedachte Geschenke entgegennehmen.

 

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