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Bergrettung Partenen

37 Männer und drei Frauen bilden die Bergrettung Partenen.
37 Männer und drei Frauen bilden die Bergrettung Partenen. ©Helmut Reimann
Bergettung Partenen

Die Bergrettung Partenen ist eine verschworene Gemeinschaft. 37 Männer und drei Frauen stehen Gewehr bei Fuß, wenn Menschen im hinteren Montafon in Not geraten. Die Geschichte der Bergrettung Partenen geht zurück ins Jahr 1929, als acht Männer in Folge mehrerer Unfälle in den Bergen eine alpine Rettungsstelle gründeten. Drei Lawinenschnüre, sechs Lawinensonden, zwei Laternen und eine Tragbahre bildeten die erste bescheidene Ausrüstung der Rettungsmänner. Heute sieht die Inventarliste anders aus und auch die Übungen und Einsätze sind drastisch gestiegen. „3.728 Stunden“, entnimmt der Chef der Ortsstelle, Rainer Märk, seinem Tätigkeitsbericht, „standen meine Leute im vergangenen Jahr im Einsatz.“
Verdiente Persönlichkeiten
30 Flugrettungseinsätze, 12 Bodenrettungen und zehn Einsätze als Pistenretter sind im Einsatzprotokoll des vergangenen Jahres vermerkt. Dazu kommen Sanitätsdienste bei zahlreichen Veranstaltungen wie dem Treppencup, dem Mountainbike-Marathon oder dem Novi-Cup. Einer, der zum Urgestein der Partener Bergretter zählt, ist Rudolf Schneeweiß. Seit 60 Jahren ist er Mitglied und unterstützt seinen Kameraden heute noch in allen Belangen. Peter Hartmann gehört seit 45 Jahren der Truppe an und Rainer Märk blickt auf 35 Jahre zurück. Markus Schöpf und Christoph Muster wurden vor kurzem für ihre 20-jährige Mitgliedschaft geehrt. Die Einsätze der Bergrettungsmänner sind anstrengend und gefährlich. 24 Stunden rund um die Uhr sind die Männer und Frauen bereit, wenn es heißt Menschen aus einer Gefahrensituation zu retten.
Neues Einsatzfahrzeug
Wie im vergangenen Sommer, als sich ein Bergsteiger beim Klettern im Eisbruch des Ochsentalgletschers verletzte. Bei Sturm und 20 Zentimeter Neuschnee musste der Mann über zwei Stunden bis zur Wiesbadener Hütte getragen werden. Um in schwierigen Situationen besten zu können, ist eine gute Ausrüstung vonnöten. Jetzt, nach 22 Jahren, darf sich die Ortsstelle über ein neues Mannschaftsfahrzeug freuen, das auch die steilsten Wegstücke zu den umliegenden Schutzhütten schafft. Mit einem Dorffest im August wird das Fahrzeug offiziell eingeweiht. Die personelle Situation der Ortsstelle Partenen ist zufriedenstellend. Doch den einen oder anderen könnten sie schon noch gebrauchen, wobei „wir keine perfekten Alpinisten suchen, sondern Allroundler, die gerne in den Bergen unterwegs sind“, bringt Ausbildungsleiter Johnny Marinac das Anforderungsprofil für einen Bergretter auf den Punkt.

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