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Beim Herbstkonzert des MV Altenstadt blieb dem Publikum der Atem weg

4/5 des Gomalan Brass Quintetts: Marco Braito, Nilo Caracristi, Gianluca Scipioni und Marco Pierobon mit dem Kapellmeister des MVA, Markus Lins (2. von rechts).
4/5 des Gomalan Brass Quintetts: Marco Braito, Nilo Caracristi, Gianluca Scipioni und Marco Pierobon mit dem Kapellmeister des MVA, Markus Lins (2. von rechts). ©Verena Kogelnig
Der Musikverein des feldkircher Ortsteils traf auf das international erfolgreiche Gomalan Brass Quintett aus Italien.
Beim Herbstkonzert traf der Musikverein Altenstadt auf Gomalan Brass.

Feldkirch. (vko) „Wir treten nur des Geldes wegen auf“, scherzte Marco Pierobon von Gomalan Brass am Samstagabend im gut gefüllten Montforthaus. Dass dem gar nicht so sein kann, vielmehr die Leidenschaft zur Musik das treibende Moment des italienischen Quintetts ist, stand nach den ersten Takten außer Zweifel. Das Publikum schätzte sich glücklich, dass Kapellmeister Markus Lins Pierobon kennt und ihn mitsamt dem Quintett nach Feldkirch einlud, um beim Herbstkonzert des Musikvereins Altenstadt mit diesem aufzutreten.

Mehr als ein frecher und flotter Streifzug durch die Filmmusik

Von Beginn an überzeugte der MV Altenstadt von seiner Virtuosität mit drei aus Soundtracks gegriffenen Werken, die durchweg temporeich und beschwingt waren. Danach räumte das Orchester für Pierobon, Marco Braito, Nilo Caracristi, Gianluca Scipioni und Stefano Ammannati die Bühne, damit das 1999 gegründete Quintett die Ohren des Publikums mit einem Verdi-Medley verwöhne. John Williams berühmtes Star Wars-Thema trugen sie im Anschluss daran mit einer Inbrunst vor, die selbst hartnäckige Science-Fiction-Verweigerer bekehrte. Nach der Pause vereinte sich das Orchester des Musikvereins endlich mit dem Quintett: Bei Otto M. Schwarz‘ „Brasserie“ warfen sie sich verspielt die Einsätze zu und harmonierten dabei ausgezeichnet. Als Nächstes beförderten die Musiker den Saal mit einem Morricone-Medley in den wilden Westen – Pierobon und Braito pusteten sich zu den Klängen von „Spiel mir das Lied vom Tod“ mit ihren Trompeten gegenseitig weg. Den „Song for Japan“, von Steven Verhelst in Gedenken an die Tsunamiopfer Japans komponiert, trugen die Bläser so ergreifend vor, dass einem die Gänsehaut über den Rücken rieselte. Endgültig mitgerissen wurde das Publikum von einem Medley aus Melodien von Zeichentrickfilmen. Man hatte den Eindruck vor Ort auf der Alm zu sein, als zum Thema von „Heidi“ Blöken, Meckern und Bellen zu vernehmen waren. Die spitzbübische Art der fünf Bläser, besonders Pierobons, kam ausgezeichnet an; der Schwung den der Verein wie das Quintett mitbrachten und in dem sie sich gegenseitig verstärkten, befeuerte das Publikum zu unermüdlichen Standing Ovations, die bis zur dritten Zugabe nicht nachließen. Mehr als gelungen war der Abend und die Erwartung ist berechtigt, dass das Frühjahrskonzert 2017 mit dem angekündigten Dirigenten Johan de Meij diesem Konzert in nichts nachstehen wird.

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