Bei Kinz ist Politik Familiensache

Andrea und Hubert F. Kinz teilen sich die parteipolitische Macht in Stadt und Bezirk.
Andrea und Hubert F. Kinz teilen sich die parteipolitische Macht in Stadt und Bezirk. ©Harald Pfarrmaier
Bregenz. (hapf) Seit 30. November 2012 ist die Familie Kinz im Bezirk Bregenz bestimmende Kraft der Freiheitlichen. Nachdem Andrea Kinz im Frühjahr zur Parteiobfrau in der Landeshauptstadt gewählt wurde, übernahm nun ihr Gatte Hubert F. Kinz die Funktion des Bezirksparteiobmannes.

In Bregenz ist die Politik seit gut 150 Jahren immer wieder stark mit der Familie Kinz verbunden. Weinhändler Anton Kinz war etwa von 1861 bis 1864 und von 1870 bis 1872 Bürgermeister, Jurist Ferdinand Kinz von 1906 bis 1929. Ein weiterer Sproß des Clans, Rechtsanwalt Hubert Kinz, war von 1970 bis 1975 Vizebürgermeister. Die Geschicke der Landeshauptstadt wurden so stark von der Familie Kinz mitbestimmt. Davon zeugen etwa auch das Pfänderhotel, das Ferdinand Kinz 1880 erwarb und die Pfänderbahn, an deren Entstehung ab 1925 sein Sohn Ferdinand maßgeblichen Anteil hatte und deren Vorstand er war. Die Familie Kinz war auch in der Gastronomie und Hotellerie nicht untätig. So betrieb Weinhändler Ferdinand Kinz die Weinstube Kinz, die auch „Zum Bürgermeister“ hieß. Im Familienbesitz befinden sich das Hotel Weißes Kreuz, das Stadtgasthaus, die Gaststätte „Zum Goldenen Hirschen“ und das Restaurant Leutbühel, das in dem von der Invest AG, ebenfalls einem Unternehmen der Familie,  errichteten GWL situiert ist.

 Hubert F. Kinz seit 2009 im Landtag

Nahtlos in die politische Geschichte eingereiht hat sich Hubert F. Kinz, der seit einigen Jahren die Anwaltskanzlei seines Vaters führt. Er vertritt die Freiheitlichen seit 2009 im Vorarlberger Landtag. Seine Gattin Andrea managt nicht nur die familieneigenen Gastronomiebetriebe, sie stieg 2010 auch in die Kommunalpolitik ein und wurde 2011 Fraktionsobfrau der Freiheitlichen. Im März 2012 wurde sie zur FPÖ-Stadtparteiobfrau gewählt. Wie Auguren munkeln, soll sie bei den Kommunalwahlen 2015 als Herausforderin gegen den amtierenden Bürgermeister antreten.

Silvia Benzer gab nach 12 Jahren Funktion ab

Mit der Wahl ihres Gatten Hubert F. Kinz zum neuen Bezirksparteiobmann ist der FPÖ-Bezirk nun fest in der Hand der Familie Kinz. Kinz folgte in dieser Funktion Silvia Benzer nach. Die Direktorin der Wolfurter Volksschule Mähdle übte 12 Jahre lang die Funktion als Bezirkschefin aus und konnte ein „gut bestelltes Haus“ übergeben: . „Die Bezirksorganisation ist großteils in den Gemeindestuben vertreten und stellt in Fußach mit LAbg. Ernst Blum einen Bürgermeister. Auch im einst so schwarzen Bregenzerwald sind wir Freiheitlichen mit zwei deklarierten Gruppierungen in der Gemeindestube vertreten und die Tendenz, dass es nach der Gemeindevertretungswahl 2015 mehr sein werden, ist deutlich sichtbar.“

Der in Anwesenheit von Landesparteiobmann KO  Dieter Egger und 62 Delegierten aus den Ortsgruppen mit 91,37 Prozent neu gewählte Bezirksparteiobmann Hubert F. Kinz deponierte, dass er einen sehr gut aufgestellten  Bezirk übernehmen könne. Es gelte, die Organisation weiterhin zu optimieren und vor allem die Kommunikation in Richtung der kommenden wichtigen Wahlgänge  noch breiter und schneller zu gestalten. Kinz will zudem als Bezirksparteiobmann die Verbindung zwischen dem Landtagsklub und den Ortsgruppen intensivieren.

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