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Bei der Aussaat schaut Ines Orsag auf den Mond

Ines Orsag mag das Gärtnern und die Floristik.
Ines Orsag mag das Gärtnern und die Floristik. ©Edith Rhomberg
 Mit dem Gärtnern nach Maria Thun ist die Altacherin zurück bei ihren eigenen Wurzeln.
Mihus-Ines und Marco Orsag

 

 

 

Ines Orsag (49) und Marco Orsag, Altach. Mihus – Blumen Garten Kräuter Pflanzen.

Dornbirn. Familie und Ursprung sind elementar wichtig für Ines Orsag und jetzt, mit den Blumen und Pflanzen, sei sie zurück bei ihren eigenen Wurzeln. Das erzählt sie der VN-Heimat auf dem Dornbirner Wochenmarkt, wo sie – abweichend von ihrem üblichen Stammplatz – gegenüber dem Roten Haus ein durchsichtiges Zelt zum Schutz der Blumen aufgebaut hat. Es sind die ersten Tulpen des Jahres, die sie – zum Teil samt Knollen und Wurzeln – von einem Biobetrieb im Allgäu bezieht. Ihr Mann Marco Orsag (45) bindet Sträuße mit dem Kraut von Heidelbeeren. „Das mögen die Leute gern“, ist er sich sicher. Die Naturmanufaktur Mihus gründeten die beiden in Altach im Jahr 2005. Der Tischlermeister konnte aus gesundheitlichen Gründen seinen Beruf nicht mehr ausüben. Davon, dass er danach alles rund um die Bienen lernte profitiert er, wenn er auch nicht Imker geworden sei. „Seit er die Gartenarbeit macht, ist er gesund“, freut sich seine Frau. Auch Ines Orsag machte einen beruflichen Umweg im Sozialzentrum Altach, dem damaligen Altersheim. Ihre Ausbildung im Sozialbereich einschließlich der Kochlehre passen jedoch genau zu dem, was sie heute macht.

Gärtnern nach dem Mond

„Ich bin mit meiner Oma in Bludenz auf dem Markt groß geworden“, erinnert sie sich. Und dann zeigt sie mit dem Finger, wie sie beim Opa in der Gärtnerei in Bürs Löcher in die Erde gestupft hat. „Die Kinderfinger hatten genau die richtige Größe für das Einsetzen der Pflanzen“, sagt sie lachend. „Eine Pflanzensetzmaschine hatte man damals nicht“. Heutzutage pflanzt die 49-Jährige, die in der Patchwork-Familie mit Marco gemeinsam vier Kinder hat, mit Vorliebe Kräuter, Heilpflanzen und essbare Blumen. Die Floristik ist eines ihrer Steckenpferde, wo sie, dem jeweiligen Anlass entsprechend, ihre ganze Kreativität ausleben kann.

„Aktuell bin ich am Aussäen“, erzählt sie und verrät, dass sie die Aussaattage nach Maria Thun befolgt. Gärtnern nach dem richtigen Mond gehört ebenfalls zur Philosophie der Altacherin. Sie bevorzugt außerdem rare Gemüsesorten, wie zum Beispiel die Urgurke. Und wenn es so weit ist, verkauft sie die Setzlinge für besondere Tomaten, Paprika, Chilli, Spargel und mehr. „Ich wüsste nicht, was ich nicht habe“, beschreibt sie grob ihr Sortiment. „Im Freien setzen soll man erst nach den Eisheiligen“, empfehlen die beiden Gärtner.

Und dann ist da die Nonna. Rosina, die italienische Oma, spielt ebenfalls eine Rolle mit ihrem Wissen von Kräutern und Heilpflanzen, deren Wirkung sie der Enkelin bei Spaziergängen vermittelte. In der Küche haben sie genauso ihre Bedeutung, wie für die Herstellung von Teemischungen und Tinkturen. Dieses Erfahrung nützt nicht nur den Kunden, sie ist auch für das Gartenprojekt in den Dornbirner Jugendwerkstätten wichtig, das Ines Orsag seit vier Jahren betreut.

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