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Befragung wurde fortgesetzt

Die Befragung Natascha Kampuschs durch Kriminalbeamte wurde am Wochenende fortgesetzt - ebenso wie die Untersuchung des Hauses in Strasshof, in dem die 18-Jährige gefangen war.

Das sagte Generalmajor Gerhard Lang vom Bundeskriminalamt (BK) am Sonntag der APA. Justizministerin Karin Gastinger (B) plant als Konsequenz aus dem Fall Kampusch höhere Strafen für Entführungsdelikte.

Durch diesen „dramatischen Fall“ sei klar geworden, dass es im Strafgesetzbuch keinen adäquaten Strafrahmen gebe, meinte Gastinger am Samstag in der Ö1-Reihe „Im Journal zu Gast“. Sie habe eine Arbeitsgruppe beauftragt, hier eine Evaluierung durchzuführen. Die Ministerin kann sich eine Erhöhung von derzeit zehn auf 20 Jahre vorstellen. In Kraft treten würde diese Verschärfung freilich erst im kommenden Jahr: „Frühester Zeitpunkt ist der 1. Jänner 2007.“ Letztlich werde es aber davon abhängen, wie schnell die neue Regierung stehe.

Die DNA von Nataschas Entführer Wolfgang Priklopil wird nun an Interpol übermittelt. „Dadurch soll geklärt werden, ob der Täter für Straftaten im Ausland in Frage kommt“, erklärte Lang, der Sprecher der Sonderkommission. Innerhalb Österreichs ist der DNA-Abgleich bereits durchgeführt worden und hat keine Übereinstimmungen mit biologischen Spuren in der Datenbank ergeben.

Durch die Befragung Nataschas seien einige kriminalistische Fragen geklärt worden, berichtete Lang, ohne Details zu nennen. Das Team, das die Gespräche führt, hat sich auf zwei Kriminalisten reduziert. „Frau Kampusch hat sich die beiden Beamten selbst ausgesucht“, hielt der Sprecher der Sonderkommission fest. Die Gespräche verlaufen laut Lang in einer immer ruhigeren Atmosphäre. „Am Anfang standen ja die Identifizierungsgespräche im Mittelpunkt. Dann gab es zwangsläufig Unterbrechungen durch Besuche von Angehörigen. Jetzt werden die Gespräche nur unterbrochen, wenn wichtige Fragen auftauchen, die nur Frau Kampusch beantworten kann“, sagte der Soko-Sprecher.

Im Haus und auf dem Grundstück Priklopils in Strasshof wurden die Vermessungsarbeiten fortgesetzt. „Wir hoffen, die Tatortarbeit in der kommenden Woche beenden zu können. Drängen lassen wir und aber nicht“, sagte Lang.

Im BK treffen nach wie vor zahlreiche Anfragen internationaler Journalisten ein. „Das Medieninteresse ist praktisch ungebrochen“, berichtete Lang. „Ich habe heute Journalisten aus Kolumbien ein Interview gegeben. Auch Medienvertreter aus Belgien, Dänemark und Italien haben sich gemeldet. Sie sind nun vor allem an Hintergrundinformationen interessiert und vergleichen den Fall Natascha Kampusch mit ähnlichen Fällen in ihren eigenen Ländern.“

Das tut auch die Polizei: Laut Lang steht das BK in Kontakt mit ausländischen Behörden, die sich aus den Erfahrungen im Fall Kampusch mögliche Ansätze für eigene Ermittlungen erhoffen. „Wir sind zum Beispiel in Verbindung mit Kollegen in der Schweiz, wo mehrere Kinder seit Jahren vermisst werden.“

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