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BAWAG-Prozess: "Albtraum BAWAG"

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Im Folgenden werden einige Zitate vom heutigen 35. Verhandlungstag im BAWAG-Prozess angeführt.

„Ich stelle den Antrag auf Ablehnung der beiden Schöffinnen und der Ersatzschöffin“ – Wolfgang Schubert, Anwalt von Helmut Elsner, stellt einen Antrag, der den ganzen BAWAG-Prozess zum Platzen bringen könnte und die Zuhörer erzittern lässt.

„Albtraum BAWAG“ – Schubert liest den Titel des „Kurier“-Artikels, in dem eine Schöffin zitiert ist, „Ginge es nach einer der Schöffinnen, wäre der Prozess in fünf Tagen erledigt gewesen: Da habe man schon gesehen, wie die Angeklagten gewirtschaftet hätten…“

„Dass ich keine Zeitungsenten verfasse, versteht sich von selbst“ – „Kurier“-Journalist Ricardo Peyerl auf eine Frage von Schubert.

„Das geht schon in Richtung eines vorsätzlichen Versuches, das Verfahren zu stören“ – Staatsanwalt Georg Krakow argumentiert gegen den Schubert-Antrag.

„Ich muss alleine darüber entscheiden, ich muss mich mit mir selbst beraten“ – Richterin Claudia Bandion-Ortner unterbricht die Verhandlung.

„Ich gebe zu bedenken, dass es nicht so einfach sein sollte, jemanden so leicht aus einem Verfahren zu schießen“ – Die Richterin entschließt sich aber doch, die Schöffin wegen Voreingenommenheit aus dem Verfahren auszuschließen.

„Sie können in Amerika jederzeit zu jedem Gegenstand klagen“ – Flöttl verteidigt den erst seit kurzem dem Gericht vorliegenden Settlement-Vertrag mit der BAWAG, der ihm vertragskonformes Verhalten bescheinigt.

„Dieses Agreement war die Mutter aller Verträge“ – Für Flöttl ist die Vereinbarung anscheinend Goldes wert.

„Wenn das die Mutter aller Verträge ist, warum bekomme ich das erst jetzt?“ – Berechtigte Frage von Richterin Bandion-Ortner.

„Wahrscheinlich hätte es ein Köpferollen gegeben“ – Ex-Metaller-Gewerkschaftschef Rudolf Nürnberger auf die Frage nach der ÖGB-Reaktion, wenn die hohen Verluste im Jahr 1998 bekanntgeworden wären.

„Ich konnte gestützt durch den Aktenvermerk eine gewisse Erinnerung abrufen“ – BAWAG-Anwalt Johann Florian Gehmacher frischte sein Gedächtnis auf.

„Es waren vier Telefonate an dem Tag (im Oktober 1998, Anm.) verzeichnet, von je drei bis neun Minuten“ – BAWAG-Anwalt Gehmacher ließ seine Rechtsauskünfte an Elsner sehr genau erfassen.

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