Bauchmuskelzerrung: Knowle sagt ab

Nach der Nummer eins des Einzel-Turniers musste nun auch Julian Knowle, Nummer eins des Doppel-Turniers, bei den Austrian-Open in Kitzbühel kurzfristig absagen.

Der Harder begründete am späten Dienstagnachmittag die kurzfristige Absage mit einer Bauchmuskelzerrung, die ihn schon länger plage. Er wollte es probieren, aber es ginge einfach nicht.

Noch zu Mittag hatte der Vorarlberger auf einer offiziellen Pressekonferenz mit Turnier-Direktor Jürgen Pfauth geschwärmt, dass er sich auf das Turnier freue, dass er den Finaleinzug im Visier hätte. Und er kritisierte bei diesem Termin auch das ÖOC, dass er immer noch nicht fix wisse, ob er ein Olympiaticket habe.

Vorbericht: Julian Knowle hat Kitzbühel-Finale im Visier

Nach der Absage der drei topgesetzten Spieler für die 63. Auflage der Austrian-Open in Kitzbühel, ist der Doppelbewerb in diesem Jahr nominell besser besetzt als das Einzel-Turnier. Österreichs Star Julian Knowle wird mit seinen schwedischen Partner Simon Aspelin am Mittwoch erstmals ins Turnier eingreifen. Der Vorarlberger sagte im Vorfeld, seine Konzentration gelte dem Tennis, nicht irgendwelchen Olympia-Spekulationen.

Die topgesetzte Paarung Kowle/Aspelin trifft in der ersten Runde auf Philipp Oswald/Jean-Claude Scherrer (AUT/SUI). “Das werden harte Gegner”, sagte Knowle am Dienstag, “sie spielen ein gutes Tennis mit extrem harten Aufschlägen. Da müssen wir voll konzentriert zur Sache gehen.”

Im Halbfinale würden auf Knowle/Aspelin, die im Vorjahr bei den US-Open ihren ersten Grand-Slam-Titel feierten, Luis Horna/Potito Starace (PER/ITA) warten. Die österreichisch-schwedische Paarung hat den Finaleinzug im Visier, zuletzt lief es den beiden aber nicht besonders. Vor einer Woche in Stuttgart kam das Aus bereits in der ersten Runde.

Der Terminplan für Knowle läuft nach Kitzbühel auf zwei Schienen: Zum einen Teilnahme bei den Olympischen Spielen in Peking oder Vorbereitung bei Hard-Court-Turnieren in Amerika auf die US-Open, wo er Titel und viele Ranking-Punkte zu verteidigen hat.

Als Zehnter der Weltrangliste hat Knowle mit Stichtag 9. Juni einen Quotenplatz erreicht und dürfte damit für die österreichische Olympia-Mannschaft nominiert werden. In Peking würde Knowle nach der Verletzung von Stefan Koubek wohl mit Jürgen Melzer antreten müssen, der das ÖOC-Limit ebenso noch nicht geschafft hat wie Sybille Bammer oder Tamira Paszek. “Ich werde Jürgen in Kitzbühel die Daumen halten, wie immer, nicht wegen Olympia”, sagte Knowle.

Dass das ÖOC ihm, trotz mehrmaligen Email-Anfragen, noch nicht schriftlich das Olympia-Ticket bestätigt hat, stieß Knowle in Kitzbühel doch sauer auf: “Wenn die Sportler drei, vier Wochen vor Olympia noch nicht wissen, dass sie dabei sind, ist das tragisch. Dann ist etwas falsch gelaufen.” Das ÖOC wird am Montag die Olympia-Teilnehmer bekannt geben.

Bei einer Einberufung in den rot-weiß-roten Kader wäre Knowle auf keinen Fall – wie normalerweise Pflicht – in Österreich zur Einkleidung. “Falls wir das Kitz-Finale verpassen, fliege ich am Sonntag nach Amerika, falls wir im Finale stehen am Montag in der Früh”, kündigte Knowle an. Die Turniere in Toronto (CAN) und Cincinnati (USA) stehen auf dem Programm. “Wir wollen uns auf Hardcourt auf die US-Open vorbereiten”, sagte er. Bei einem Nein zu Olympia würde Knowle noch die US-Turniere in Los Angelos und Washington bestreiten.

Falls er jedoch das Olympia-Ticket bekommt, fliegt der Vorarlberger wieder zurück nach Österreich, um von dort nach Peking zu reisen. “Das hätte man viel einfacher haben können”, wunderte sich Knowle, der darauf hinwies, dass er ja auch längerfristig seine Termine fixieren muss.

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