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„Basler Leckerli“ und „Pfeffer-Nüsse“ uf Luschnouarisch

An einem Marktstand beim Auer Adventmarkt bot Christine Waibel auch das neue Lustenauer Backbuch an.
An einem Marktstand beim Auer Adventmarkt bot Christine Waibel auch das neue Lustenauer Backbuch an. ©edithhaemmerle
Beim Auer Adventmarkt wurde zwischen Karussell und Marktständen „s’Luschnoar Krömli-Buoch“ feilgeboten.
Lustenauer Backbuch auf Auer Adventmarkt

Au, Lustenau. „Mini beschtō Krömli“ – das neue Lustenauer Backbuch findet grenzüberschreitend Beachtung. Nicht nur auf dem Lustenauer Christkendlimarkt war das Sammelwerk mit 99 Krömli-Rezepten ein begehrter Artikel, auch über dem Rhein wurde das süße Backwerk beim Adventmarkt in Au an die Schweizer Frau oder den Mann gebracht. Sind doch darin auch typisch Schweizerische Rezepte enthalten, wie zum Beispiel die „Ingwer-Pfeffer-Nüsse“ von Elisabeth Häni mit dem Hinweis: „Liggind uf jedom Winachtställar ir Schwiz“. Oder „d’Basler Leckerli – schmeckind ou z’Luschnou guot“ – ein Schweizer Rezept, von Hermi Alge zur Verfügung gestellt. Wie dieses exklusive Backbuch entstanden ist? Die Idee dazu hatte Christine Waibel.

„Es müsste sich auf jeden Fall von herkömmlichen Backbüchern abheben“, waren ihre ersten Gedanken zur Kreation. „Einfach namas B‘sondrigs“, schwärmt die 68-jährige Lustenauerin, die schon lange in Berneck in der Schweiz wohnt, über das neue Paradestück, das zusammen mit einem Team der Pfarre Lustenau-Rheindorf entstanden ist. „Alte Schätze“ nennt Christine die besonderen Rezepte, die zum Teil aus Uroma’s Küche stammen. „Monate intensiver Arbeit liegen hinter uns. Es wurde gesammelt, gebacken, probiert und verfeinert“, gibt sie Einblick in die verschiedenen Backstuben der Frauen. Zu jedem Rezept gibt es einen Kommentar der jeweiligen Bäckerin, der von Otto Hofer in die Lustenauer Dialektsprache übersetzt worden ist.

Form eines Stehkalenders

Ebenso wie der Inhalt, ist das Lustenauer „Krömli-Buoch“ aufgrund der äußeren Erscheinung etwas Besonderes. Es hat die Form eines Stehkalenders. „Beim Entwurf, beim Layout und bei der Fotografie war uns mein Mann Reinhard behilflich“, erwähnt Christine, „und dafür bin ich ihm heute noch dankbar“, ergänzt sie mit einem herzlichen Lachen. So ist das Lustenauer Backwerk „Mini beschtō Krömli“, herausgegeben von Christine Waibel, Monika Fitz und der Pfarre Lustenau-Rheindorf, noch rechtzeitig zur Adventzeit erschienen. Das stehende Exemplar soll einen fixen Platz in jeder Küche bekommen, damit es das ganze Jahr, nicht nur in der Vorweihnachtszeit, in Reichweite steht.

Ein typisches Sommergebäck beispielsweise sind die „Pizza Käse Muffins“ oder auch die „Schwiegermutterzungen“ – „siend all gfrogat“ (sind immer gefragt), ein Rezept von Traudi und Lisi Vetter. Von Irmgard Fitz stammen die „Champagner Schnuppen“ und für weitere leckere Rezepte wünschen die Lustenauer Hobby-Bäckerinnen viel Spaß und gutes Gelingen beim Ausprobieren. „Der Erlös aus dem Verkauf ist für den guten Zweck. Das Geld wird zu 100 Prozent für den Bau und Betrieb eines Spitals für bedürftige Menschen in Indien verwendet“, verweisen die Frauen des Teams auf Pfarrer Martin aus Indien, der jedes Jahr die Ferienvertretung in der Erlöser-Pfarre übernimmt, dem das Geld übergeben wird. Erhältlich ist das Backbuch in der Pfarre Lustenau-Rheindorf.

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