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Barocke Lautenmusik in St. Viktor

Miguel Yisrael in der Kirche St. Victor.
Miguel Yisrael in der Kirche St. Victor. ©Karin Lässer
Miguel Yisrael
Miguel Yisrael

Viktorsberg. (kl) Der in Paris lebende Lautenist portugiesischer Herkunft und Mitglied des „Kunstkreis C“, Miguel Yisrael, nahm in der Kirche St. Viktor seine dritte CD auf mit Kompositionen der Österreicher Wolff Jacob Lauffensteiner (1676 bis 1754) und Johann Georg Weichenberger (1676 bis 1740). Nach einigen technischen Herausforderungen wurden die Aufnahmen an drei Tagen eingespielt. Die CD trägt den Namen „Austria 1676“ (Austria für die österreichischen Komponisten und 1676 für ihr Geburtsjahr und) ist ab April 2012 erhältlich.

Live-Kostprobe
Der kleine Kirchenraum bot für die sanften warmen Töne des Instruments die ideale Akustik. Das konnten bei der musikalischen Live-Kostprobe in der Kirche St. Victor die vielen Zuhörer bestätigen, die sich von Miguel Yisraels Spiel verzaubern ließen. Nach der Begrüßung durch Helia Samad­zadeh (Kunstkreis C) und den Musikwissenschafter Markus Lutz, der das Ins­trument vorstellte, spielte Miguel Yisrael auf seiner 11-chörigen Laute drei Partita von Wolff Jacob Lauffensteiner (Partita in B-Dur, c-moll und g-moll) und zwei Partita von Johann Georg Weichenberger (Partita in B-Dur und in C-Dur). Den Klängen lauschten neben Bürgermeister Philibert Ellensohn und Hausherr Pfarrer Franz Eberle auch die Familie Samadzadeh Architektin An drea Vogel-Sonderegger mit Alex, der Direktor des jüdischen Museums, Hanno Loewy mit Gattin, Künstler Johannes Kaufmann, Musiker Khosro Soltani mit Ellen, Andrea Koch sowie Ursula Kainz-Mathis.

Mehr Infos zu Miguel Yisrael: www.miguelyisrael.com

Eine CD entsteht
Vor einem Jahr kam der Lautenist Miguel Yisrael nach Viktorsberg, um Habib Samadzadeh bei seinen künstlerischen Projekten im Kunstkreis C zu unterstützen. Dabei besuchte er auch die kleine Pfarrkirche zu den hll. Eusebius und Viktor. Von Samstag, 29., bis Montag, 31. Oktober 2011, wurde nach einigen technischen Herausforderungen im kleinen Kirchenraum die CD eingespielt. Miguel Yisrael möchte mit dieser CD vor allem zeigen, dass die Lautenmusik der beiden österreichischen Komponisten W. J. Lauffensteiner (1676 bis 1754) und J. G. Weichenberger (1676 bis 1740) sich von der deutschen und französischen Schule unterscheidet – sozusagen eine Mischung darstellt.
Die kleine Kirche hoch über dem Rheintal rundet durch ihre barocken Bauelemente das Konzept ab, und die angenehm wohligen Lautenmusik entführt die Zuhörer zurück in eine längst vergangene Zeit zu königlichen Festen mit launigen Vergnügungen.
Die CD mit dem Titel „Austria 1676“ ist ab April 2012 erhältlich und dem Land Vorarlberg und Viktorsberg gewidmet.

Miguel Yisrael
Miguel Yisrael kam 1973 in Lissabon zur Welt, wo er seine musikalische und künstlerische Karriere begann und 1994 sein Diplom in klassischer Gitarre erwarb. Sein Interesse galt vorwiegend der barocken Musik, und so entschloss er sich zum Studium der Laute. Von 1999 bis 2004 war er am Pariser Konservatorium, wo er von Claire Antonini unterrichtet wurde, er beendete seine musikalische Ausbildung an der Schola Cantorum Basiliensis bei Hopkinson Smith in Basel. Es folgten Auftritte in Frankreich, Portugal, England, Deutschland, Belgien, Schweiz, Kanada und China.
2008 erschien sein 400-seitiges Buch „Method for the Baroque Lute“ in englischer und französischer Sprache (UT Orpheus, Italien), seit dem 17. Jahrhundert das erste moderne Unterrichtsbuch für Laute. 2010 erschien „La Rhétorique des Dieux“ mit neuen Partituren für Barocklaute.
Miguel Yisrael spielt auf Lauten von Renzo Salvador, Liège (Lüttich), Belgien.
Er lebt und arbeitet vorwiegend in Paris.

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