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Bangladesch am schwersten vom Klimawandel betroffen

Der südasiatische Staat Bangladesch war nach Angaben der Umweltschutzorganisation Germanwatch im Jahr 2007 am stärksten von Naturkatastrophen betroffen, die durch den Klimawandel verursacht wurden.

Wie aus einem am Rande der UN-Klimakonferenz in Posen (Poznan) am Donnerstag veröffentlichen Bericht der Organisation hervorgeht, sind dort 2007 infolge des Zyklons “Sidr” mehr als 4.000 Menschen ums Leben gekommen. Die entstandenen Schäden beliefen sich auf zehn Milliarden Dollar.

Nordkorea und Nicaragua belegten weitere Plätze auf der Liste der am meisten betroffen Länder. Das zeige, dass gerade ärmere Länder besonders häufig unter extremen Wetterereignissen zu leiden haben, sagte der Autor des Berichts, Sven Harmeling, der Deutschen Presse- Agentur dpa in Posen. In den vergangenen zehn Jahren (1998-2007) hätten Bangladesch, Nicaragua und Honduras wegen des Klimawandels am meisten gelitten.

Laut Harmeling sollte der Weltklimagipfel in Posen einen sogenannten Anpassungsfonds beschließen. Dort sollten Entwicklungsländer Projekte zur Vorsorge vor Naturkatastrophen beantragen können. Auch ein internationales Versicherungssystem, das die am stärksten betroffenen Länder finanziell unterstützen könnte, sei vorstellbar, sagte Harmeling.

Delegierte aus rund 190 Staaten diskutieren seit Anfang dieser Woche über die Eckpunkte eines Nachfolgeabkommens für das 2012 auslaufende Kyoto-Weltklimaprotokoll. Der neue Vertrag soll im Dezember 2009 in Kopenhagen verabschiedet werden. Die Konferenz in Posen dauert bis zum 12. Dezember.

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