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Baldauf und Leimlehner an der Spitze der Meldeliste der Turn-Staatsmeisterschaft

Am 21. und 22. November ereignet sich in Innsbruck der österreichweite Saisonhöhepunkt im Kunstturnen: Die 93 besten AthletInnen des Landes werden bei der Staatsmeisterschaft in Hötting-West um die Medaillen rittern.

Am Eliteprogramm stehen die Mehrkämpfe (Samstag, Männer 10 Uhr, Frauen 15 Uhr) sowie die Gerätefinali (Sonntag 10 Uhr). Bei den Turnern erwartet man tlw. Weltklasseleistungen, bei den Turnerinnen sehr spannende Entscheidungen.

Starker Auftakt mit den Männern

Vor zwei und drei Jahren war Fabian Leimlehner (OÖ) bereits Mehrkampfstaatsmeister, im Vorjahr verletzt. Nun greift der 22jährige Sportsoldat, heuer 13. der EM und vor einer Woche Weltcup-Elfter erneut nach der Krone im prestigeträchtigsten Bewerb: „Mein Ziel ist ganz klar: Mehrkampftitel und die Finali an den Ringen, am Barren und am Sprung gewinnen!“ 2008 feierte die Szene Gabriel Rossi als bislang jüngsten Mehrkampfstaatsmeister. Nach einer langen schulabschluss- und verletzungsbedingten Durststrecke ist der nun 19jährige Grazer „wieder gut in Schuss, ich trete allerdings trotzdem nur am Boden und am Sprung an“.

Der Weg zur Mehrkampfkrone wird für Leimlehner jedoch kein Spaziergang, in Marco Baldauf erwächst ihm ernst zu nehmende Konkurrenz. Österreichs international erfolgreichster Turner, heuer bei jedem seiner Weltcups im Reckfinale und 2x Dritter mit Understatement: „Im Hinblick auf EM und WM im nächsten Jahr werde ich alle sechs Geräte turnen. Am Reck würde ich gerne gewinnen, die restlichen Titel sollte sich – hoffentlich – die jüngere Generation untereinander ausmachen“.

Weitere Anwärter an den verschiedenen Geräten: Lukas Kranzlmüller (Linz, Titelverteidiger Boden, vor einer Woche Weltcup-13. am Barren), Alexander Leidlmair (Innsbruck, WM-Starter 2009) und Marco Mayr (St. Valentin, Sprungspezialist). Matthias Decker, Tirols vorgesehener Lokalmatador und vor einem Monat bei der WM in London in Topform, fällt allerdings aus: Er laboriert an einem kürzlich erlittenen „Ermüdungsbruch am Schienbein. Es weiß niemand genau, wie das passiert ist, doch jetzt muss ich mich auskurieren“. Bundesfachwart Dieter Egermann: „Die Geräteentscheidungen sind offen, da unser Leistungsniveau erneut gestiegen ist“.

Vier Favoritinnen bei den Frauen

Bei den Turnerinnen fehlen die beiden heuer stärksten Mehrkämpferinnen bei der Staatsmeisterschaft: Barbara Gasser (V) und Lisa Ecker (OÖ) – im Vorjahr auf den Plätzen 1 und 2 – schafften es mit schon gravierenden Fußproblemen unter Aufbietung aller therapeutischen Künste noch bis zur WM vor einem Monat. Jetzt müssen sie passen, Ecker nach gut überstandener Operation.

In dieser Situation erkennt Nationaltrainerin Katharina Wieser „vier Turnerinnen, die Chancen auf den Mehrkampfsieg haben: Kathrin Nussbacher (Klagenfurt, heuer 19. der EM), Hanna Grosch, Jasmin Mader (beide Innsbrucker ÖM-Lokalmatadoren und heuer WM-Debütanten) und Andrea Rührlinger (Linz, Mehrkampf-Staatsmeisterin und WM-Starterin 2007, Weltcupdritte 2008)“.

Keine dieses Quartetts wagt sich allerdings vorab aus der Deckung. Unisono wird als Ziel in Variationen vom „Trainings- in Wettkampfleistung umsetzen, fehlerfrei bleiben und am Ende sehen, was heraus kommt“ gesprochen. Wieser: „Der Weg zum Stufenbarrentitel führt klar über Hanna Grosch. Sonst wird es stark von der Tagesform abhängen – und vor allem auch davon, wie sehr es die Turnerinnen geschafft haben, ihre Übungen hinsichtlich Sauberkeit, Dynamik und Artistik zu stabilisieren“.

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