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Brand auf Bahnstrecke in Tirol: Beeinträchtigungen dauern an

Wartungsarbeiten der ÖBB dauern an
Wartungsarbeiten der ÖBB dauern an ©APA
Eine gerissene Oberleitung hat in der Nacht auf Freitag auf der Bahntrasse bzw. im Bereich der Gleise bei Kufstein in Tirol zu einem Brand geführt.

Die Oberleitung krachte zu Boden. Feuer brach aus und führte zu Stromausfällen. Die Instandsetzungsarbeiten dauern laut ÖBB bis voraussichtlich kommende Woche. Beeinträchtigungen im Zugverkehr waren und sind die Folge.

Für Nahverkehrszüge zwischen Kufstein und Wörgl wurde ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Im Fernverkehr über das Deutsche Eck bzw. in Richtung Westen muss man bis zur Behebung des Oberleitungsschadens kommende Woche mit Verspätungen bis zu 20 Minuten rechnen, hieß es.

Die Nahverkehrszüge ab Wörgl verkehren planmäßig. Da die Busse des Schienenersatzverkehrs nicht abgewartet werden können, ersuchte die Bahn die Kunden, auf früheren Verbindungen im Schienenersatzverkehr auszuweichen.

Der Oberleitungsschaden hatte in den frühen Morgenstunden zu einer weiteren technischen Störung geführt. Durch die Störung der Sicherungsanlage kam es zu erheblichen Einschränkungen der Infrastruktur. So standen vorerst nur zwei durchgehende Gleise und zwei Bahnsteigkanten für den Personenverkehr zur Verfügung. Die Ursache für den Riss der Oberleitung war vorerst unklar.

Komplettsperre am 7. Juni

Eine Komplettsperre für die Eisenbahnstrecke über das “Deutsche Eck” zwischen Salzburg und Rosenheim wegen Bauarbeiten der Deutschen Bahn wird es indessen vom 7. bis 12. Juni geben. Dadurch müssen auch Fernzüge der ÖBB umgeleitet oder als Schienenersatzverkehr geführt werden. Die Sperre stellt den vorläufigen Abschluss der in Bayern seit Anfang April andauernden Arbeiten dar.

Für Bahnreisende heißt das konkret: Die ÖBB-Fernverkehrszüge von und nach Zürich werden über Zell am See umgeleitet. Für die Railjet-Züge von und nach Bregenz wird ein Schienenersatzverkehr zwischen Salzburg und Wörgl bzw. Kufstein eingerichtet. Railjets, die von Osten kommend in Innsbruck enden, werden ab Salzburg mit Bussen direkt bis Innsbruck geführt. Die Reisezeiten können sich dadurch um bis zu 90 Minuten verlängern.

Frühere Abfahrtszeit in Vorarlberg

In Richtung Wien fahren die Züge in Tirol und Vorarlberg teilweise deutlich früher ab, um den Fahrplan ab Salzburg stabil zu halten. Railjets zwischen Wien und München werden über Passau umgeleitet. Bei diesen Zügen entfällt der Halt in Salzburg. Ab Salzburg ergeben sich zudem Einschränkungen im Regionalverkehr nach Bayern.

Die ÖBB ersucht alle Reisenden, die sich rechtzeitig vor Fahrtantritt über die gewählte Verbindung zu informieren und entsprechende Zeitreserven einzuplanen. Zudem sollte wegen der laufenden Grenzkontrollen nicht auf ein gültiges Reisedokument vergessen werden.

(APA)

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