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Autofreier Tag: 388 Städte und Gemeinden machten mit

Das Auto in der Garage lassen und auf klimafreundliche Alternativen wie Fahrrad und Öffis umsteigen oder kurze Strecken zu Fuß gehen: Auf diese Möglichkeiten aufmerksam zu machen, das war das Ziel der in 27 Ländern stattfindenden Europäischen Mobilitätswoche.

Diese wurde heute, Montag, mit dem “Autofreien Tag” abgeschlossen. In Österreich nahmen 388 Städte und Gemeinden an der Aktionswoche teil. “Am engagiertesten ist dabei das Bundesland Niederösterreich – 151 Gemeinden machen mit”, bilanzierte Wolfgang Mehl vom Klimabündnis Österreich bei einer Pressekonferenz in Wien.

“Der Umstieg ist leichter als viele glauben. Außerdem ist damit nicht nur dem Klima geholfen. Umsteigen spart auch Geld und bringt gesundheitliche Vorteile für jeden einzelnen”, sagte der Organisator der Aktionswoche in Österreich.

Als Alternative zum Auto werde in manchen Regionen bereits der öffentliche Verkehr angenommen, hieß es bei der Pressekonferenz. So verbuchte der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) im Jahr 2007 mit 858 Millionen Fahrten das beste Ergebnis seines Bestehens. Aus vielen Gelegenheitsfahrern würden Dauerkunden werden.

Dass für viele Österreicher nicht nur heute ein autofreier Tag ist, zeigte auch eine Untersuchung des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ): Im Schnitt kommen rund 1,26 Millionen Personen mit Öffi, Fahrrad oder zu Fuß zur Arbeit. Davon sind 461.000 Pendler, hieß es in einer Aussendung am Montag. Umweltfreundlich unterwegs sind vor allem die Wiener: 64 Prozent lassen den Pkw zu Hause stehen, gefolgt von Tirol (39 Prozent) und Salzburg (38 Prozent).

Hoch sei das Potenzial laut Mehl noch immer: “Ein Viertel aller Autofahrten ist kürzer als zwei Kilometer, jede zehnte Fahrt sogar kürzer als einen Kilometer. Bei den Alltagswegen und den kurzen Strecken müssen wir ansetzen.”

Auch der Gesundheit kommt der Umstieg auf ein klimafreundliches Fortbewegungsmittel zu Gute. Was häufig nicht bedacht wird: “Im eigenen Auto ist man generell höheren Schadstoffkonzentrationen ausgesetzt. Im Innenraum sind die Feinstaub-Konzentrationen besonders hoch”, erklärte Hans-Peter Hutter von der Medizinischen Universität Wien. Die Belastungen durch den Autoverkehr sind zahlreich:

Neben Belästigungen drohen die Verschlechterung der Lungenfunktion, vermehrte Asthmaanfälle, gehäuftes Auftreten von Bronchitiden, Herz-Kreislauferkrankungen, Lungenkrebs und sogar Lebenszeitverkürzung.

Eine Verminderung der Feinstaubbelastung führt nachweislich zur Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung. So zeigte eine Untersuchung, dass durch eine Reduktion des Verkehrsaufkommens und der Feinstaubbelastung alleine in Wien 100 vorzeitige Todesfälle vermieden werden könnten. (Schluss) fpr/km

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