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Ausgedreht: ORF-Sendungen "Brieflos-Show" und "Bingo" enden nach 2018

Zwei Kult-Shows werden eingestellt.
Zwei Kult-Shows werden eingestellt. ©tvthek.orf.at Screenshot
Es hat sich ausgedreht: Mit Ende des Jahres werden die ORF-Sendungen "Brieflos-Show" (ehemals "Millionenrad") und "Bingo" eingestellt. Der Sender hat diese jahrelang in Zusammenarbeit mit den Österreichischen Lotterien betrieben, die die dazugehörigen Gewinnprodukte im Angebot haben. Einen entsprechenden Bericht des "Standard" bestätigte der ORF am Mittwoch gegenüber der APA.

Wien. Die “Brieflos-Show” läuft seit 1990 im ORF, stets moderiert von Peter Rapp. “Bingo” startete neun Jahre später und wird alternierend von Marie Christine Giuliani und Dorian Steidl präsentiert. Die Aufmachung der Quiz- und Gewinnshows sei aber “nicht mehr zeitgemäß”, weshalb man sich für das Ende entschlossen habe. Für die entsprechenden Slots am Samstag- beziehungsweise Sonntagnachmittag arbeite man “bereits an der Entwicklung neuer Formate”. Die Moderatoren wurden über das Aus der Sendungen bereits informiert, “über mögliche weitere Tätigkeiten wird es Gespräche geben”, teilte der ORF mit.

Lotterien-Sprecher Martin Himmelbauer verwies gegenüber der APA auf mehrere Adaptierungen etwa beim “Brieflos” in den vergangenen Jahren. Man suche einfach “immer wieder Möglichkeiten, die Attraktivität zu halten beziehungsweise zu steigern”. Auf das nunmehrige Aus der Fernsehsendungen habe man sich mit dem ORF “einvernehmlich” verständigt. Und obwohl künftig die Gewinnmöglichkeit “Brieflos-Show” in den Losen wegfällt, ist es wohl auch nach 2018 mit dem Drehen am Rad noch nicht ganz vorbei: “Wenn Sie heute ein Brieflos kaufen und es steht ‘Brieflos-Show’ drinnen, dann haben Sie ein Recht, das drei Jahre lang in Anspruch zu nehmen”, verwies Himmelbauer auf die gesetzlichen Vorgaben. Die Lotterien müssen für diesen Zeitraum auch nach Ende der “Brieflos-Show”-Ausstrahlung den Leuten diese Gewinnmöglichkeit bieten.

Im Falle von “Bingo”, bei dem die Ziehung der nötigen Zahlen und Symbole via Fernsehen erfolgt, müsse man sich wiederum “etwas überlegen”. Wie das künftig abgewickelt werde, sei derzeit noch völlig offen. Gleichzeitig verwies Himmelbauer auf die gute Zusammenarbeit mit dem ORF: “Wir haben immer alles sehr partnerschaftlich gemacht. Manche neue Dinge sind entstanden, etwa die LottoPlus-Ziehung. Dass sich nun etwas reduziert, schließt nicht aus, dass wir wieder andere Dinge ersinnen. Man muss sich weder um uns, noch um den ORF Sorgen machen.”

(APA)

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