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Aus der Traum von der Relegation

Fünfzehn Tore von Spielmacher Flo Hintringer war für Feldkirch zuwenig um zu gewinnen.
Fünfzehn Tore von Spielmacher Flo Hintringer war für Feldkirch zuwenig um zu gewinnen. ©VOL.AT/Luggi Knobel
Feldkirch. Nach der 27:29-Heimniederlage der Feldkircher Handballer gegen Steinheim ist der Aufstieg in die Württembergliga geplatzt.
Die schoensten Bilder Feldkirch - Steinheim von L. Knobel

Es war das erwartet spannende und kampfbetonte Spiel, dass bereits im Vorfeld entsprechend angekündigt wurde. Alles passte: die Stimmung in der Halle, die Einstellung beider Mannschaften und der Kampf. Zum Ärgernis der Feldkircher Fans hatte am Ende nur die falsche Mannschaft den Sieg mit zwei Toren Differenz eingefahren. Da nützten auch Flo Hintringers 15 Treffer nichts – Steinheim wird die Relegation um den Aufstieg in die Baden-Württembergliga besteiten.

Das Spiel begann ganz nach dem Geschmack der Feldkircher Handballfreunde, da die Montfortstädter schnell mit 2:0 in Führung lagen. Doch Steinheim legte nach und es stand schnell 4:4. Die Partie blieb stets eng und beide Abwehrreihen schenkten sich nichts. Zum Leidwesen von Coach Markus Satzinger hatten die Feldkircher Schlussleute einen schweren Stand, weshalb sich die Gäste aus Steinheim immer wieder an einfachen Toren erfreuen durften. Der Abschlussstärke der Feldkircher war es vor allem in der ersten Hälfte zu verdanken, dass beim Stand von 15:16 die Seiten gewechselt wurden – das Duell der Torhüter ging klar an Timo Schneider vom TV Steinheim.

In Hälfte zwei lief zunächst nichts zusammen und Steinheim setzte sich erstmals mit 4 Toren ab (17:21). Feldkirch nahm den Kampf an und war vor allem durch den überragenden Flo Hintringer immer wieder erfolgreich. Beim Stand von 22:24 waren die Gastgeber wieder da, doch die in Halbzeit eins gelobte Abschlussstärke fand in der zweiten Hälfte leider keine Fortsetzung. Am laufenden Band wurden Hochkaräter ausgelassen und Steinheim konnte die Führung, die sie bis zum Ende des Spiels nicht mehr aus der Hand gaben, stets behaupten. Unrühmlicher Höhepunkt der Partie war ein Beinstellen von Routinier Stefan Müller gegen Flo Hintringer im Konter, wo die beiden Unparteiischen anstelle der roten Karte “nur” zwei Minuten aussprachen. Auch sonst hatten die beiden in Halbzeit eins sehr gut pfeifenden Schiedsrichter in der zweiten Hälfte scheinbar die Linie verloren, was auch die prall gefüllte Reichenfeldhalle oftmals in Rage versetzte. Es war jedoch noch nichts entschieden: beim Stand von 25:26 war Feldkirch wieder da und es waren noch knapp 10 Minuten zu spielen. Doch die eben angesprochenen Unparteiischen nahmen mit einer fragewürdigen Zeitstrafe gegen die Montfortstädter wieder den Wind aus den Segeln und Steinheim nützte diese Schwächephase zum vorentscheidenden 25:28. Die Partie war entschieden und Feldkirch musste sich nach 60 kampfbetonten Minuten mit 27:29 geschlagen geben – die erste Heimniederlage in der Landesliga seit 2 Jahren.

Ein fader Beigeschmack war noch die Verletztung von Spielertrainer Bernhard Grissmann, der mit einem gebrochenen Daumen vier Wochen pausieren darf.

Trotz der verpassten Chance waren sich alle Beteiligten einig, dass der zweite Platz bereits früher verspielt worden war. In Göppingen, in Gerhausen und auch auswärts in Steinheim und Bartenbach war eindeutig mehr drinnen. Doch summasumarum haben die Montfortstädter trotz vieler Ausfälle und Absenzen eine starke Saison gespielt und werden im Derby am kommenden Sonntag in Lustenau nochmals alles daran setzen, um den dritten Platz zu verteidigen.

Danke an dieser Stelle nochmals allen HelferInnen und Fans für die gelungene Saison und die sensationelle Stimmung, die uns immer wieder einen zusätzlichen Motivationsschub mitgegeben hat.

21. Runde Landesliga Staffel 4
HC MGT BW Feldkirch – TV Steinheim/A. 27:29 (15:16)

HC MGT BW Feldkirch: Hämmerle, Hintringer A.; Hintringer Chr., Grissmann 3/2, Franz 5, Hintringer F. 15/2, Veit 3, Büchele 1, Xhemaj, Kutluana, Obradovic 1, Brunner, Erlacher.

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