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Aufräumarbeiten dauern weiter an

Auch am Samstag liefen vom Unwetter betroffenen Vorarlberger Landesteilen die Aufräumarbeiten auf Hochtouren. Immer mehr Schäden wurden dadurch sichtbar und damit bezifferbar. 140 Urlauber und Helfer aus Gargellen ausgeflogen.

Allein für die Wiederinstandsetzung der betroffenen Landesstraßen wird nach einer ersten groben Schätzung mit 30 Millionen Euro gerechnet.

Nach den ersten Hilfsmaßnahmen und dem zügigen Fortschritt der Aufräumarbeiten sind neue Prioritäten gesetzt, so Landeshauptmann Herbert Sausgruber (V) als Leiter des Krisenstabes: „Wir müssen möglichst rasch die Existenzgefährdeten herausfinden, sowohl bei den Unternehmen als auch bei den Privaten.“ Bei den Betrieben ist es Aufgabe eines eigenen Krisenstabes, der von Land, Wirtschaftskammer und Finanzministerium gebildet wurde, für die Privaten die der Agrarbezirksbehörde: Dort laufen alle Anträge für Mittel aus dem Katastrophenfonds zusammen. Für die 14 Familien im dem Ortsteil Schildried der Gemeinde Göfis bei Feldkirch, deren Häuser schon 1999 von der Ill überflutet worden waren, wird ein Angebot zur Aussiedelung vorbereitet.

Der Urlauberschichtwechsel ging am Samstag ohne große Probleme ab. Wieder wurde die Zufahrt nach Lech für kurze Zeit geöffnet, damit Urlauber im Konvoi unter Polizeiführung ins Tal fahren konnten. Aus Gargellen, dem einzigen noch nicht einmal provisorisch auf dem Landweg erreichbaren Ort, wurden vom Bundesheer 140 Touristen und Hilfskräfte ausgeflogen.

Hilfe bei den Aufräumarbeiten kommt neben den institutionellen Organisationen auch von unzähligen Freiwilligen, aber auch von mehr als 100 Asylwerbern, die zusammen mit der Caritas in mehreren Orten eingesetzt sind.

Noch immer waren am Samstag mehrere regionale und lokale Straßenverbindungen in Vorarlberg gesperrt. Nach wie vor bleibt die Transitstrecke durchs Klostertal und durch bzw. über den Arlberg gesperrt. Die einzige intakte Straßenverbindung zwischen Tirol und Vorarlberg führt – mit Behinderungen – durch den Bregenzewald und das Tiroler Lechtal.

Im Katastrophengebiet Vorarlberg und Tirol sind seit Dienstag rund 120 Mitarbeiter von Telekom Austria operativ im Einsatz: Ca. 20 Montageteams – verstärkt mit Messtechnikern, Logistikern und Koordinationspersonal – versuchen, die großen Schäden zu reparieren oder mit Provisorien zu überbrücken. Am Freitag wurde beispielsweise auch Gargellen wieder per Festnetztelefon erreichbar gemacht. Durch Fremdeinwirkungen, wie zum Beispiel Hangrutsche, könne es aber immer wieder zu neuen Ausfällen in den Verbindungen kommen, teilte die Telekom mit.

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