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Aufräumarbeiten begonnen

Angesichts des allgemeinen Absinkens bzw. Stagnierens der Hochwasserpegel in Ober- und Niederösterreich haben umfangreiche Aufräumarbeiten begonnen.

Bis Donnerstag Abend hätten im westlichen Teil Niederösterreich bereits erste Erfolge bei den Räumungsarbeiten erzielt werden, berichtete der niederösterreichische Feuerwehrverband in der Nacht auf Freitag.

Nach Damm-Sprengungen nördlich von Tulln habe sich die Situation im Raum Bierbaum etwas entspannt, auch in Grafenwörth gehe das Wasser langsam zurück. In Klosterneuburg konnten alle Geschäfte am Niedermarkt wasserfrei gemacht werden.

In Fischamend und Hainburg war den Angaben zufolge die Lage stabil, Bad Deutsch Altenburg konnte durch Feuerwehrkräfte rechtzeitig gesichert werden. 3000 Frauen und Männer von 233 Feuerwehren hätten hunderte Einsätze geleistet, weitere 4000 stünden in erhöhter Alarmbereitschaft.

Am Freitag soll der Katastrophenhilfsdienst (KHD) im großen Maßstab die örtlichen Feuerwehren unterstützen. Drei Züge aus der Steiermark – rund 150 Mitglieder mit 30 Fahrzeugen – werden ihre Arbeit in den frühen Morgenstunden in Zöbing, Stiefern und Gedersdorf aufnehmen. Rund 100 Feuerwehrmitglieder aus dem Burgenland stehen in Bad Deutsch Altenburg und Hainburg bereit.

Ein Bereitschaftszug der Wiener Berufsfeuerwehr geht in Etsdorf in den Einsatz. Rund 200 Feuerwehrmänner aus Tirol setzen ihre Arbeiten in Amstetten und Melk fort. Die niederösterreichische Feuerwehr wird gemeinsam mit den Hilfsorganisationen und dem Bundesheer die Aufräumungsarbeiten bis zur Wiederherstellung normalisierter Verhältnisse fortsetzen.

Bei Schwertberg in Oberösterreich konnte am Abend eine vom Einsturz bedrohte Eisenbahnbrücke über die Aist mit einem ÖBB-Bergekran gehoben werden, meldete der ORF-Teletext. Wäre die Brücke zur Gänze in den Fluss gestürzt, wäre Schwertberg vermutlich zum dritten Mal binnen weniger Tage überflutet worden.

Bei allgemeinem Rückgang zeigten die Flüsse in Oberösterreich am Abend weiterhin hohe Wasserstände. Im Donauraum, vor allem östlich von Linz, war die Lage weiterhin angespannt. Im Machland im Bezirk Perg standen noch immer viele Orte unter Wasser.

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