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Auf zwei Einwohner kommt ein PKW

Dem Klimawandel zum Trotz nimmt auch in Österreich der Kraftfahrzeugbestand weiter zu: Ende 2006 waren insgesamt 4,2 Millionen Pkw zugelassen, um 1,2 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor.

Statistisch gesehen ist damit jeder zweite Österreicher im Besitz eines Autos. Seit 1960 hat sich der Autobestand nach Angaben der Statistik Austria mehr als verzehnfacht. Vor 46 Jahren befuhren 404.042 Pkw Österreichs Straßen. Mittlerweile bestimmen allein 5,7 Millionen heimische Fahrzeuge – inklusive Lkw und Motorräder – das Verkehrsaufkommen in Österreich mit.

Der Motorisierungsgrad der Österreicher erhöht sich seit Jahrzehnten kontinuierlich. Die Burgenländer stechen hierbei landesweit mit der höchsten Pro-Kopf-Fahrzeugdichte hervor. Im östlichsten Burgenland entfallen auf 1.000 Einwohner 581,4 zugelassene Pkw. Der bundesweite Schnitt lag Ende Dezember des Vorjahres bei 508,7 Personenwagen.

Wien an letzter Stelle

In punkto eigener Pkw-Mobilität reihen sich die Niederösterreicher (574) hinter den Burgenländern, gefolgt von Kärnten (547), Oberösterreich (546) sowie der Steiermark (535). Wien, das diesbezüglich in den 70er Jahren noch führend war, lag im Vorjahr – wie bereits 2005 – mit 399 Pkw je 1.000 Einwohner an letzter Stelle. Dies sei im Zusammenhang mit der guten Infrastruktur des öffentlichen Verkehrs zu sehen, folgern die Statistik-Experten. Eine ebenfalls hohe Pkw-Dichte weisen die beiden Landeshauptstädte Eisenstadt mit 631, sowie Klagenfurt mit 569 Pkw je 1.000 Einwohner auf.

Von den insgesamt 4.204.969 Personenkraftwagen waren rund 2,2 Millionen (52,8 Prozent) Dieselfahrzeuge. Fast 2 Millionen Fahrzeuge bzw. 47,2 Prozent wurden von ihren Besitzern mit Benzin betankt. Nur 127 Elektrofahrzeuge waren im Vorjahr auf den heimischen Routen unterwegs. 701 Pkw waren mit sonstigen Antrieben ausgestattet. Im Jahr 1960 waren Benzin-Pkws zu 97,5 Prozent noch die vorrangige Größe. Aber bereits damals waren 4 Elektroautos angemeldet.

Zählt man Lastkraftwagen, Motorräder jeder Kategorie sowie Traktoren zum Fahrzeugbestand hinzu, kommt Österreich auf 5.722.624 zugelassene Kraftfahrzeuge. Das sind insgesamt um 1,3 Prozent mehr als noch 2005. Genau 416.780 Zugmaschinen (Traktoren und Mäher), 345.480 Lastkraftwagen und 332.002 Motorräder (Motorräder, Leichtmotorräder und Kleinmotorräder) waren mit Ende des Vorjahres für Österreichs Straßen zugelassen.

Die Zahl der zugelassenen Leichtmotorräder nahm gegenüber 2005 um 4,1 Prozent zu, ihr Anteil am Gesamtverkehr blieb aber mit 2,3 Prozent gleich hoch. Der Boom zu Motorrädern wirkt sich in den Zahlen mit einer geringen Zunahme von 0,1 Prozent am Gesamtmarkt aus. Die Zweiradfahrer beherrschen heute 3,5 Prozent des Gesamtverkehrs (2005: 3,4 Prozent). Die stärkste Zunahme verzeichneten aber Motordrei- und vierräder (23 Prozent), wenn auch auf niedrigem Niveau. Mittlerweile sind in dieser Kategorie knapp 8.000 Fahrzeuge vertreten.

Von den insgesamt 2006 auf Österreichs Straßen brummenden 345.480 Lkw hat sich der Anteil der Fiskal- und Klein-Lastkraftwagen gegenüber 2005 um 2,6 Prozent auf 289.354 Fahrzeuge erhöht. Die Zahl der Lkw zwischen 3,5 und 12 Tonnen Gesamtgewicht verringerte sich hingegen um 3,7 Prozent auf 15.584.

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