Auf nächtlicher Weiterbildungsmission

Die „Lange Nacht der Museen“ hatte für jeden Geschmack und jedes Alter etwas zu bieten.
Die „Lange Nacht der Museen“ hatte für jeden Geschmack und jedes Alter etwas zu bieten. ©Laurence Feider
 Kunst, Kultur, Wissenschaft und Überraschendes gab es bei der „Langen Nacht der Museen“ in Dornbirn.
Lange Nacht der Museen Dornbirn

 

Dornbirn. Viele Nachtschwärmer nutzten die Gelegenheit ihren Horizont bei der „ORF Langen Nacht der Museen“ zu erweitern – so auch in Dornbirn. Im Stadtmuseum, wo die Lange Nacht heuer offiziell eröffnet wurde, fühlten sich viele Besucher an die eigene Kindheit erinnert. 53 Dirndl von privaten Leihgeberinnen bilden das Herzstück der neuen Ausstellung „Ware Dirndl. Austrian Look von Franz M. Rhomberg“. Darüber hinaus führt die Ausstellung die Bestände der unter Denkmalschutz stehenden Rhomberg’schen Textilmustersammlung des Stadtmuseums Dornbirn und des im Wirtschaftsarchiv Vorarlberg aufbewahrten Firmenarchivs Franz M. Rhomberg zusammen. An Kinderstationen konnten die Kinder selbst kreativ werden und im Museumsshop konnten sich die Besucher mit „dirndligen“ Accessoires eindecken, die in Kooperation mit der OJAD entstanden sind.

Klimawissen kompakt in der inatura

Klimaerwärmung, Plastik in den Weltmeeren, Rückgang der Gletscher, Aussterben von Tier- und Pflanzenarten … – unter dem Titel „Klimawissen frisch serviert“ präsentiert die inatura in ihrer aktuellen Sonderausstellung zentrale Zusammenhänge rund um die Klimaerwärmung. An interaktiven Stationen erfuhren die Besucher, wie sich die Klimakrise auswirkt und welchen Einfluss sie darauf nehmen können. Mitglieder vom Verein „KlimaVOR!“ gaben bei der Langen Nacht Tipps, wie das Ziel eines klimaneutralen Vorarlberg gemeinsam erreicht werden kann. Außerdem gab es Infos inklusive Kostproben zu gesunder Ernährung und regionalen Lebensmitteln.

„Beobachtet“ fühlten sich die Besucher vis-a-vis im Kunstraum Dornbirn. Mit „Specular“ präsentiert der amerikanische Multimediakünstler Tony Oursler eine mehrteilige Videoinstallation, die Makroaufnahmen einzelner Augen zeigt. Durch verschiedene Spezialeffekte werden weitere Bilder auf die Makroaufnahme projiziert. Das Prinzip ähnelt einer Camera obscura, nur dass hier nicht das Bild, sondern die Wahrnehmung umgedreht wird.

Kunst im „Kleinen Luger“

Die „Lange Nacht der Museen“ bot auch heuer die Gelegenheit, nicht nur die bekannten Kultureinrichtungen zu besuchen, sondern auch kleine Häuser und Initiativen zu entdecken. So erlebten die Besucher im Hinterhof vom „Kleinen Luger“, wie ein Kunstwerk entsteht. In der ehemaligen Bilderrahmenwerkstatt hatte das „Kollektiv fünf“ zur Live-Performance „Tunesian Collaborative Painting“ geladen. Fünf Kunstschaffende aus dem Bodenseeraum arbeiteten gleichzeitig an einer Leinwand und ließen so ein spontanes Kunstwerk entstehen. In der Gewölbegalerie vom Kleinen Luger hatte die Malerin und Multimediakünstlerin Bettina Bohne eine Pop-Up-Galerie rund um ihre im Felsenkirchle im Rappenloch entstandene Fotoserie eingerichtet. Außerdem konnte die erste Ausstellung vom neuen Verein „OffenArt“ besichtigt werden.

Biergeschichte für alle Sinne gab es in der Mohren Biererlebniswelt. Bei einem Rundgang durch das Museum erfuhren die Besucher alles zur Geschichte des Brauhandwerks und bestaunten unter anderem die restaurierte Brauanlage aus dem 19. Jahrhundert. Einen Blick in die Zukunft gab es bei exklusiven Kostproben des neuen Lagerbiers „Mohren Helles“. Auch Verkostungen verschiedener Creativbiere und der VOÜS Limonaden wurden angeboten – dazu gab es Live-Jazz-Musik in der Museumslounge. Bei den jüngsten Besuchern sorgte eine „Entele-Suche“ im Rahmen einer Spendenaktion für das Netz für Kinder für Kurzweile.

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