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Audimax weiter besetzt

Uni-Hörsaal seit zwei Wochen von linken Aktivisten blockiert - Rektor spricht von "Eigeninitiative".

Der Rektor der Universität Wien, Georg Winckler, „soll endlich handeln und die Besetzung des Audimax durch linke Chaoten“ beenden. Das forderten der freiheitliche Wissenschaftssprecher Martin Graf und Funktionäre des Rings Freiheitlicher Studenten (RFS) bei einer Pressekonferenz am Montag in Wien. “86.000 Studierende befinden sich in der Geiselhaft einer radikalen Minderheit“, so Graf. Winckler müsse jetzt „dem Spuk ein Ende setzen“.

Seit 15. März werde der Vorlesungsbetrieb durch durchschnittlich 15 bis 20 Besetzer, darunter viele Nicht-Studenten beeinträchtigt. An zehn Vorlesungstagen seien 40 Vorlesungen abgesagt oder verschoben worden, kritisierte Graf. Auch ein Prüfungstermin für 220 Psychologiestudenten habe ausfallen müssen.

Die Kosten für die Universität, die zu Lasten des „ohnehin knappen Budgets der Uni gehen“, kalkuliert Graf folgendermaßen: 25.000 Schilling pro Tag für Ordnerdienste machen insgesamt 350.000 Schilling aus, dazu kämen Aufwendungen für Sachbeschädigungen in der Höhe von 150.000 Schilling, den Einnahmen-Entgang durch Veranstaltungsabsagen setzt der Politiker mit 42.000 Schilling an.

Der Freiheitliche übte weiters Kritik am ORF. Mit der Bezahlung von 15.000 Schilling für eine Drehgenehmigung im Audimax habe der öffentlich-rechtliche ORF die Besetzungs-Aktion „indirekt unterstützt“. Tadel gab es auch für die Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH), sie habe sich in dieser Angelegenheit „nicht für das Wohl der Studenten eingesetzt“.

Ein Lokalaugenschein im Audimax am Montagvormittag ergab, dass der Vorlesungsbetrieb ungestört läuft. Im frisch geputzten, stark nach Desinfektionsmittel riechenden Hörsaal fanden sich hunderte Studierende zu einer Strafprozessrechts-Vorlesung ein. Die Transparente waren abgenommen worden. „Eigeninitiative einer Privatperson“, hieß es aus dem Rektorat. Von einem Ende der Besetzung wisse man nichts.

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