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"Auch Raucher schätzen rauchfreie Restaurants"

Dass in Restaurants nicht mehr geraucht werden darf, ist inzwischen auch vielen Rauchern recht.
Dass in Restaurants nicht mehr geraucht werden darf, ist inzwischen auch vielen Rauchern recht. ©VOL.at/Roland Paulitsch
Schwarzach - Immer mehr Vorarlberger Wirte wünschen sich generelles Rauchverbot.

Während sich die Bevölkerung mit Anzeigen gegen das schwammige Nichtrauchergesetz wehrt und sich Mediziner für ein generelles Rauchverbot aussprechen, scheinen sich viele Vorarlberger Wirte mit der „österreichischen Lösung“ abgefunden zu haben. „Hier muss man aber zwischen unterschiedlichen Gastronomiebereichen unterscheiden“, betont Andrew Nussbaumer, Obmann der Fachgruppe Gastronomie in der Wirtschaftskammer.

Restaurants zufrieden

Während Restaurants – und vor allem deren Gäste, darunter auch viele Raucher – mit den Regelungen zufrieden scheinen, tun sich Kleindiskotheken- und Barbetreiber mit der Thematik schwerer. „Natürlich abgesehen von den Lokalen unter 50 Quadratmetern, die sich für ein Raucher- oder Nichtraucherlokal entscheiden durften“, räumt Nussbaumer ein. „Denn kleine Lokale haben bestimmt den einen oder anderen Stammgast von den ‘Großen’, die auf Nichtrauchen umgestellt haben, abbekommen.“

Finanzieren oder verlieren

Lokale über 50 Quadratmeter mussten sich indes entscheiden, einen separaten Nichtraucherraum in die bestehenden Räumlichkeiten zu bauen oder aber völlig rauchfrei zu werden. Ergo hieß es, entweder kräftig investieren oder den einen oder anderen Stammgast verlieren.

Dass man als reines Nichtraucherlokal nicht zwingend der Verlierer ist, zeigt das Café Schallert in Höchst. „Der Inhaber hat sich entschieden, rauchfrei zu werden“, weiß Nussbaumer. Die Gäste scheinen es ihm zu danken. „Und auch der Kuchen schmeckt wieder besser“, sagt Nussbaumer.

Wäre eine andere Lösung trotzdem wünschenswert? „Das Bewusstsein der Leute hat sich massiv geändert. Noch vor zehn Jahren wurde in jedem Büro, in jedem Café, einfach überall geraucht. Heute akzeptiert der nicht rauchende Gast aber einfach nicht mehr, dass geraucht wird. Diesen Trend muss man natürlich mitgehen.“

Verschärfung gewünscht

Vielen Gastronomen und auch Gästen wäre sogar eine Verschärfung, ein komplettes Rauchverbot, lieber. Und dem Gastronom Nussbaumer selbst? „Mir als Palast-Wirt wäre es lieber, wenn in unserer Bar nicht mehr geraucht wird – rein aus Überzeugung für mich und manche Gäste. Aus wirtschaftlicher Sicht kommt es allerdings nicht infrage“, ist er überzeugt. Im Restaurant hingegen würden sich gar Raucher über das Qualmverbot freuen – „so schmeckt man das Fleisch und die Soße und nicht den Rauch vom Vortag.“

Im Café Steinhauser in Dornbirn gibt es einen abgetrennten Raucherraum, der etwa ein Drittel der gesamten Lokalfläche ausmacht. Mit dieser Lösung seien sowohl Raucher als auch Nichtraucher größtenteils zufrieden, sagt Inhaber Klaus Spiegel im Gespräch mit den VN. Nachteil: Der Raucherraum platzt oft aus allen Nähten. „Da kommt es schon vor, dass sich die Raucher aufregen“, so Spiegel. Umsatzeinbußen seien nicht zu spüren. Dennoch wünscht sich Spiegel einheitlichere Vorschriften bzw. Kontrollbestimmungen. „Für die BH Dornbirn ist es anscheinend ausreichend, wenn es eine Lüftung gibt und gewährleistet ist, dass Nichtraucher nicht durch Rauch belästigt werden. In Feldkirch braucht es eine Türe zwischen den Räumlichkeiten.“

Raucherbereich quillt über

„Oben Raucher, unten Nichtraucher“ heißt es in der Bregenzer Cuba Bar. „Persönlich gesehen finde ich es gut, dass nicht mehr überall geraucht werden darf“, sagt Geschäftsführerin Iris Natter, die dem Glimmstängel vor zwei Jahren abgeschworen hat. Geschäftlich gesehen schaue die Sache jedoch anders aus: Laut Natter steht der Nichtraucherbereich oft leer, während der Raucherbereich meist „pumpvoll“ sei. Ein reines Nichtraucherlokal würde sich ihrer Meinung nach nicht rechnen.

(VN-sas, sta)

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