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Auch Kirchen schwer beschädigt

Die Hochwasser haben auch zahlreiche Kirchen in Niederösterreich teilweise massiv verwüstet. Schaden voraussichtlich in zweistelliger Millionenhöhe.

Laut ersten Schätzungen des Diözesanbauamtes in St. Pölten liegt die Schadenssumme voraussichtlich im zweistelligen Millionenbereich. Genaue Zahlen werden jedoch erst in rund einem Monat vorliegen, denn die Erhebungen sind noch nicht abgeschlossen.

Besonders stark betroffen von den Zerstörungen durch die Überflutungen waren die Pfarrkirchen im Kamptal. In Zöbing stand das Wasser im Inneren des Gotteshauses 1,85 hoch, in Plank am Kamp waren es sogar fast zwei Meter. Die Liste an in Mitleidenschaft gezogenen Kulturgütern reicht von Bänken und Altare, über Sakristeischränke mit den Messgewändern bis hin zu einer barocken Umfassungsmauer in Zöbing, die auf einer Länge von 400 Metern umgestürzt ist.

„Viele der betroffenen Kirchen und Pfarrhäuser wurden erst kürzlich renoviert. Bei den Kirchen selbst handelt es sich ausnahmslos um Objekte, die unter Denkmalschutz stehen“, zeigt sich ein Sprecher vom Diözesanbauamt betroffen. Nun sei auch die öffentliche Hand gefordert, an der Beseitigung der Schäden mitzuwirken. Ob und wie viel Hilfe aus dem Katastrophenfonds für die Instandsetzung der beschädigten Kirchen kommt, sei derzeit noch offen, hieß es in einer Aussendung am Mittwoch.

Allein in Gars, Plank und Zöbing waren im Rahmen der Aufräumarbeiten mehr als 400 Helfer zehn Tage lang im Einsatz. Auch zahlreiche Freiwillige aus den Pfarren der Umgebung bemühten sich, die Kirchen vom Schlamm zu befreien. Obwohl sie auch gleichzeitig mit den Verwüstungen im eigenen Haus fertig werden mussten.

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