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Asyl-Statistik: Neun von zehn Flüchtlingen sind männlich

Auch zum Jahresende ist die Asyl-Welle Thema in Europa.
Auch zum Jahresende ist die Asyl-Welle Thema in Europa. ©AFP
Die Flüchtlingszahlen 2022 sind enorm. Betrachtet man die Asyl-Statistik des Innenministeriums, fallen einige Details besonders ins Auge.
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Eine vom Bundesministerium für Inneres veröffentlichte Statistik zu den österreichischen Asylzahlen erregt Aufsehen. Ganze 101.757 Asylanträge wurden heuer im Land gestellt - so viele wie seit fast 70 Jahren nicht mehr. Besonders auffällig: 91,3 Prozent davon - das sind 92.854 Anträge - kommen von männlichen Werbern. Frauen machten lediglich 8,7 Prozent aus (8.903 Anträge). Anteilsmäßig am höchsten sind Männer über 18 Jahren mit 74,5 Prozent.

Die meisten Asylwerber 2022 in Österreich kommen aus Afghanistan (22 Prozent), gefolgt von Syrien und Indien (jeweils 18 Prozent). Auch aus Tunesien (12 Prozent) und Pakistan (7 Prozent) kamen viele Antragssteller.

Pro-Kopf-Belastung: Österreich auf Platz 2!

Eine deutliche Sprache sprechen auch die Zahlen im EU-weiten Vergleich. Im ersten Halbjahr 2022 befand Österreich sich auf Platz 5 der Länder mit den meisten Asylanträgen, lediglich Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien hatten noch mehr Werber zu verzeichnen. Was die Pro-Kopf-Belastung pro 100.000 Einwohner betrifft, ist Österreich sogar an zweiter Stelle (hinter Zypern).

Die gesamte Statistik

(Anm. d. Red.: Ukrainer müssen keinen Asylantrag stellen und sind demnach kein Bestandteil der Asyl-Statistik).

(VOL.AT)

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