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Aspelin/Knowle im Masters-Finale

Julian Knowle hat am Samstag mit dem Erreichen des Doppel-Finales beim Tennis-Masters-Cup in Shanghai einen weiteren bemerkenswerten Karriere-Höhepunkt erreicht.

Der 33-Jährige spielt nach einem mit dem Schweden Simon Aspelin fixierten 6:4,6:4-Halbfinalsieg gegen Martin Damm/Leander Paes (CZE/IND-4) am Sonntag als erster Österreicher bei einem Saison-Finalturnier um den Titel, ORF1 überträgt ab 6:25 Uhr live. Gegner sind Mark Knowles/Daniel Nestor (BAH/CAN).

Gegen dieses topgesetzte Duo hatten Knowle/Aspelin in der Gruppen-Phase ihre bisher einzige Niederlage beim mit insgesamt 4,45 Millionen Dollar (3,04 Millionen Euro) dotierten Event erlitten, sie waren am Mittwoch 3:6,5:7 unterlegen. Mit Erfolgen davor gegen die Tschechen Lukas Dlouhy/Pavel Vizner und danach gegen die Franzosen Arnaud Clement/Michael Llodra fixierten sie aber den Sieg in Gruppe Rot und nun auch die Endspiel-Teilnahme.

Knowle/Aspelin gelang im Halbfinale ein frühes Break, diesen Vorteil gaben sie trotz leichten Schwierigkeiten nicht mehr her und nutzten ihren dritten Satzball. Im zweiten Durchgang gelang das entscheidende Break zum 4:3. Nach Abwehr von zwei Breakchancen der Gegner verwertete Knowle nach 73 Minuten den ersten Matchball zum Triumph. Davor hatten Knowles/Nestor die Nummer-2-Paarung Paul Hanley/Kevin Ullyett 6:3,6:7(8),10:5 besiegt.

„Die Freude ist natürlich sehr, sehr groߓ, erklärte Knowle nach dem Erfolg. „Das erste Mal dabei und gleich im Finale. Es hätte nicht besser laufen können.“ Auch finanziell beginnt sich für ihn der China-Abstecher zu rentieren. 25.000 Dollar (17.064 Euro) gab es für den Halbfinalsieg, womit jeder der Partner bisher insgesamt 52.500 Dollar (35.800 Euro) eingespielt hat. Beim Titelgewinn würden noch einmal je 50.000 Dollar (34.120 Euro) dazukommen.

Im Vergleich zu den Einzel-Spielern werden die „Doppel-Agenten“ allerdings recht stiefmütterlich behandelt. Sogar der sieglos gebliebene Serbe Novak Djokovic hat mehr verdient als bisher Knowle, der Weltranglisten-Dritte kassierte 90.000 Dollar (61.429 Euro). Der Spanier David Ferrer besaß am Samstag noch die Chance, ungeschlagen den Titel zu holen, und hatte damit die Aussicht auf ein Preisgeld von insgesamt 3,040.000 Millionen Dollar (2,07 Mio. Euro).

Mit dem Showdown gegen Knowles/Nestor endet für Knowle die Saison so, wie sie begonnen hat. In der ersten Jänner-Woche traf er nämlich zum Jahres-Auftakt beim ATP-Turnier in Doha in Runde eins noch an der Seite des Niederösterreichers Jürgen Melzer ebenfalls auf die beiden, unterlag 4:6,4:6. Damit geht es für Knowle am Sonntag im dritten Saison-Aufeinandertreffen mit Knowles/Nestor neben dem WM-Titel um seinen ersten Sieg 2007.

Die Bilanz 2007 gegen Damm/Paes ist für den Vierten in der Wahl zu “Österreichs Sportler des Jahres“ übrigens nun positiv. Im März beim Masters-Series-Turnier in Miami hatten Knowle/Melzer gegen den Tschechen und den Inder im Achtelfinale verloren, im Halle-Halbfinale im Juni mit Aspelin dagegen gewonnen. Das Shanghai-Finale ist Knowles 75. Saison-Match. Für einen Doppelspieler ist das eine beachtliche Zahl, und zeigt die Klasse des ÖTV-Asses.

Für den 1,87 m großen Linkshänder geht es am Sonntag ab 6:30 Uhr MEZ als Nummer drei gesetzt um seinen fünften Titelgewinn 2007, nachdem er in Pörtschach, Halle, Baastad und eben bei den US Open jeweils mit Aspelin erfolgreich gewesen ist. Außerdem wäre es der 12. Karriere-Titel von Knowle, zum 22. Mal steht der Doppel-Spezialist in einem Endspiel auf ATP- oder Grand-Slam-Ebene.

Auf alle Fälle wird er sich in der Doppel-Weltrangliste vom siebenten Rang aus vorschieben. Berechnungen der APA – Austria Presse Agentur zufolge hat der ÖTV-Davis-Cupper zumindest Rang fünf schon sicher, da er am Serben Nenad Zimonjic und am Tschechen Pavel Vizner vorbeizieht. Holt Knowle mit Aspelin in Shanghai den Titel, würde er auch Knowles und Nestor überholen und als Dritter erster Verfolger der US-Zwillinge Bob und Mike Bryan sein.

Im Doppel-Race haben sich Knowle/Aspelin mit dem Final-Einzug beim Masters-Cup fix unter die Top Drei des Jahres geschoben. Vor dem Turnier hatten die beiden als Vierte nur einen Rückstand von drei Punkten auf Hanley/Ullyett. Mit deren Halbfinal-Ausscheiden ist fix, dass Knowle/Aspelin an diesem Duo vorbeigegangen sind. Knowle könnte also am Jahresende sowohl im Entry-Ranking als auch im Race auf Rang drei stehen.

Schließlich würde Knowle mit einem Final-Erfolg sein Preisgeld 2007 auf über 500.000 Dollar schrauben, hätte dann heuer bei den Turnieren exakt 509.280 Dollar verdient. Das entspräche knapp einem Drittel seines Karriere-Preisgelds, seit er 1992 zum Tennis-Profi geworden ist. Sein erfolgreichstes Jahr hat Knowle also etwa die Hälfte des Betrags der 15 Saisonen davor eingebracht.

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