Armstrong bestätigt Comeback

Der siebenfache Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong hat Überlegungen bekräftigt, nach den jüngsten Doping- Anschuldigungen doch noch einmal die Tour de France zu bestreiten.

Lance Armstrong meint es mit seinem Comeback offenbar wirklich ernst. Laut Angaben von Discovery-Channel-Teamchef Johan Bruyneel will der Radsport-Superstar am Trainingscamp der US-Equipe im Dezember teilnehmen und sich so auf ein neuerliches Antreten bei der Tour de France vorbereiten. Diese hatte Armstrong, der sich mit vehementen Dopingvorwürfen konfrontiert sieht, zuletzt sieben Mal in Serie gewonnen und danach seinen Rücktritt erklärt.

Armstrong bestätigte am Mittwoch dezidiert, dass er einen Rücktritt vom Rücktritt in Erwägung ziehe. Als Motivation führte der bald 34-jährige Texaner “jüngste Schmutzkübel-Kampagnen” gegen seine Person in Frankreich an. Die französische Sporttageszeitung “L’Equipe” hatte vor zwei Wochen unter dem Titel “Die Armstrong-Lüge” positive Dopingproben aus dem Jahr 1999, als Armstrong seinen ersten Tour-Sieg gefeiert hatte, veröffentlicht.

Geht es nach Bruyneel, wäre Armstrong im kommenden Jahr in der Lage, das wichtigste Radrennen der Welt zu gewinnen. “Ich bin sicher, dass er noch einen Tour-Sieg in den Beinen hat”, erklärte der Belgier und verwies darauf, wie sehr sein Schützling in den vergangenen Jahren die Konkurrenz kontrolliert hatte. Die Frankreich-Rundfahrt 2005 hatte Armstrong mit über vier Minuten Vorsprung auf Ivan Basso und mehr als deren sechs auf Jan Ullrich gewonnen.

“Mein Kampfgeist ist geweckt”, erklärte der siebenfache Toursieger, der niemals direkt positiv getestet worden war, nach nicht enden wollenden Dopingvorwürfen. In den eingefrorenen Proben von 1999, die zu Forschungszwecken fünf Jahre später analysiert wurden, soll sich das Blutdopingmittel EPO wiedergefunden haben. Armstrong beteuerte wiederholt seine Unschuld, verwies auch darauf, dass keine Gegenprobe mehr durchgeführt werden könne. Dementsprechend schwierig wird sich auch eine mögliche Bestrafung des Superstars durch den Weltverband (UCI) gestalten. Das bestätigte auch der Präsident der Welt-Anti-Doping-Agentur, der Kanadier Richard Pound. Allzu große Sorgen, dass seine Comeback-Pläne von einer Sperre durchkreuzt werden, braucht sich Armstrong nicht zu machen.

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