Armin Wolf äußert sich erstmals zum FPÖ-Angriff

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Nach dem viel diskutierten Interview mit FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky, wehrt sich ZiB 2-Moderator Armin Wolf gegen die nach dem Interview laut gewordenen FPÖ-Angriffe.
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“Vergangenen Dienstag war Harald Vilimsky eingeladen, der Termin war seit Wochen ausgemacht, spezielle Themen waren – wie bei allen Kandidaten – nicht vereinbart”, erklärt Wolf in einem Blogbeitrag. Diese Information sei wichtig, weil die FPÖ danach etwas Anderes behauptet hatte.

Das war in der Sendung geplant

Der Streit zwischen ZiB 2-Anchor Armin Wolf und Harald Vilimsky eskalierte im Interview, nachdem Wolf ein Titelbild eines Flyers der steirischen RFJ einer Titelseite der NS-Zeitschrift “Stürmer” gegenüberstellte und Vilimsky nach den Gemeinsamkeiten der beiden Plakate fragte. “Die – mit dem ZiB2-Sendungsverantwortlichen abgesprochene – Idee war nun folgende: Ich würde Harald Vilimsky mit der ‘Karikatur’ konfrontieren und ihn fragen, was er davon hält. Würde er sich davon distanzieren – wovon ich nach der Braunau-Debatte eigentlich ausging -, frage ich nach, warum in der FPÖ immer wieder solche ‘Einzelfälle’ passieren”, so Armin Wolf in seinem Blog. Damit wäre das Thema laut Wolf erledigt gewesen. Erst wenn Vilimsky das RFJ-Sujet verteidigen würde, würde das ZiB 2-Team die “Stürmer”-Seite dazublenden und Wolf würde Vilimsky fragen, was die beiden Darstellungen unterscheidet.

Diese Gegenüberstellung zweier Plakate sorgte für Wirbel nach dem Interview.
Diese Gegenüberstellung zweier Plakate sorgte für Wirbel nach dem Interview. ©Video Screenshot

“Das ist unterste Schublade”

Zur Überraschung reagierte Vilimsky auf das RFJ-Sujet so: “Diese Geschichte ist in der Steiermark ein Jahr bekannt. Niemand in der Steiermark im Landtag regt das auf, ja. [… ] Man kann über den Stil streiten. ‘Tradition statt Migration’ – Was ist schlimm daran? Das sind aus meiner Sicht Islamisten. […] Das sind Personen, die der Gesellschaft nichts Gutes wollen.” Die Antwort auf die Frage Wolfs, was die beiden Plakte unterscheide, fiel regelrecht emotional aus: “Also hier diese Parallelität zu ziehen, Herr Wolf, ist also allerletzte Schublade. Indem Sie hier vom Stürmer ein Bild nehmen, das gegenüber einem Jugendplakat gegenüber stellen und den Eindruck erwecken, dass wir in der Nähe des Nationalsozialismus wären […] ist etwas, das nicht ohne Folgen bleiben kann.” Diese Aussagen werteten einige Medien als Drohung gegenüber Wolf.

War die Empörung geplant?

Nur wenige Tage nach besagtem Interview veröffentlichte die FPÖ ihr EU-Wahlkampfvideo, in dem die TV-Journalisten “Armina Wolf” sich “riesig freut, dass bei einer rot-grünen Party alle Asyl-Chaos und EU-Zentralismus unterstützen”. Dass das Video nach Vilimskys Auftritt entstand, bezweifelt nicht nur Wolf, sondern auch viele Internet-User. “Wie spontan Vilimskys Empörung im Studio war, ist übrigens eine interessante Frage. Nicht wenige Kommentatoren auf Twitter vermuten, Vilimsky hätte mich im Interview – ganz unabhängig von meinen Fragen – in jedem Fall frontal attackiert, weil der Konflikt mit dem ORF offensichtlich zum freiheitlichen Wahlkampfkonzept gehört”, so Wolf weiter.

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Auf die Frage ob er im Nachhinein etwas anders machen würde, antwortet Wolf: “Ja, ich würde ganz am Ende die zweite Nachfrage nach Frau Kneissl nicht mehr stellen, der Erkenntnisgewinn war bescheiden. […] Aber die Frage, worin sich die rassistische RFJ-‘Karikatur’ von rassistischen Bildern im ‘Stürmer’ unterscheidet, würde ich jedenfalls wieder stellen”.

Das Gespräch zwischen Wolf und Vilimsky

(Red.)

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