"aqua mühle frastanz" stellt sein Programm für 2011 vor

Frastanz - Viel vorgenommen haben sich die Verantwortlichen des gemeinnützigen Sozial-Dienstleisters "aqua mühle frastanz" für das Jahr 2011, wie aus einer aktuellen Aussendung hervorgeht.

Über 500 Jugendliche und mehr als 1000 Erwachsene werden auch in diesem Jahr mit Hilfe der Qualifizierungsmaßnahmen bei aqua ihre Chancen am Arbeitsmarkt entscheidend verbessern. Dem „PISA-Thema“ sinnerfassendes Lesen will aqua in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen in Zukunft einen besonderen Schwerpunkt widmen.

Ein ereignisreiches Jahr steht aqua mühle frastanz 2011 in jedem Fall bevor. Die Bauarbeiten für das „Haus Panama“ schreiten planmäßig voran. Im Herbst kann das bestens etablierte ganztägige und überregionale Kinderbetreuungs-Angebot die neuen Räumlichkeiten beziehen. Dort werden auch die Bewohner des über aqua betreuten Wohnprojektes „Mühlegasse“ vorübergehend Quartier beziehen: Das alte Haus Mühlegasse kann dann abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.

Eine bauliche Verbesserung wird auch das „mühlecafe“ in der Energiefabrik an der Samina – dem Stammsitz von aqua mühle frastanz – erfahren: Es wird deutlich erweitert und soll künftig auch die Frastanzer Poststelle beherbergen, welche ja seit Jahresbeginn von aqua betrieben wird.

Als Postdienstleister hat sich aqua in den vergangenen Jahren bestens bewährt: Die ehemaligen Postämter in Schlins, Satteins, Dalaas, Feldkirch-Nofels, Koblach und eben auch Frastanz werden inzwischen von aqua mühle geführt. Für 2011 liegen weitere vier Anfragen vor. Allein über diese Poststellen werden heuer an die 70 arbeitssuchende Frauen und Männer vorübergehend Beschäftigung und Qualifikation erhalten. Ihre Chancen am Arbeitsmarkt sind bestens – bisher konnten 100 Prozent (!) aller eingesetzten Personen eine reguläre Arbeitsstelle finden.

Auch inhaltlich und organisatorisch tut sich bei aqua mühle frastanz im Jahr 2011 wieder einiges. „Die Lage am Arbeitsmarkt hat sich nach der Krise schneller als erwartet wieder entspannt“, freut sich Geschäftsführer DSA Thomas Vogel. „Für diejenigen, die immer noch Arbeit suchen, hat sich die Lage dadurch aber nicht verbessert“, erklärt Vogel. Die Bemühungen um möglichst individuelle, auf die Fähigkeiten und Wünsche jedes Einzelnen abgestimmten Betreuungs- und Qualifizierungsangebotes will man deswegen weiter intensivieren.

Ein Ausbildungs-Schwerpunkt wird ab heuer dem sinnerfassenden Lesen gewidmet, wo die jüngste PISA-Studie ja gewaltige Defizite bei österreichischen SchülerInnen aufgezeigt hat. „In unserem Arbeitsalltag sind wir mit den Auswirkungen dieses Mangels ständig konfrontiert“, bestätigt DSA Thomas Vogel. Dieser Mangel betreffe das gesamte Dasein einer Person, wenn beispielsweise Zusammenhänge zwischen verschiedenen Ereignissen nicht erkannt oder Tatsachen nicht richtig bewertet werden können. aqua mühle frastanz will sich zu diesem wichtigen Thema auch mit anderen Organisationen vernetzen und entsprechende Angebote und Projekte entwickeln.

Diese und weitere im „Arbeitsprogramm für 2011“ definierte Vorhaben wurden von der Generalversammlung ausführlich erörtert und gutgeheißen. Bürgermeister Mag. Eugen Gabriel als Vorsitzender des Aufsichtsrates bedankte sich im Namen der Gesellschafter bei Geschäftsführer Vogel und seinem engagierten Team für den großartigen Einsatz im Sinne der vielen Menschen, die sich über aqua mühle neue Qualifikationen und damit neuen Mut und neue Chancen erarbeiten können.

Mit den aktuellen Entwicklungen in der Arbeitswelt setzt sich unter Beiziehung und Unterstützung von Experten auch das 6. aqua forum am 29. April 2011 auseinander. Es steht unter dem Ehrenschutz von Herrn Landeshauptmann Dr. Herbert Sausgruber und wird in enger Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Vorarlberg veranstaltet. Zum Tagungsthema haben die Verantwortlichen den „Lehrberuf Sozial- und Pflegelehre“ gewählt.

In Österreich besteht heute schon ein bedrohlicher Mangel an diplomierten Krankenpflegern, wie auch an Sozialbetreuern und Hilfskräften. Diesen sich abzeichnenden Kollaps im Pflegesystem möchte das aqua forum 2011 öffentlich bewusst und mit dem Projekt „Lehrberuf Sozial- Pflegelehre“ einen Vorstoß zu einem Lösungsansatz durch einen neuen Lehrberuf machen.

Der renommierte Sozialwissenschaftler Univ. Prof. Dr. Bernd Marin konnte als exzellenter Experte für die Entwicklung innovativer und nachhaltiger Konzepte in der Betreuung älterer ÖsterreicherInnen für das Hauptreferat des “aqua forum 2011” gewonnen werden.

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