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Apple zeigt iPhone 6s, iPad Pro und neues Apple TV mit Gaming-Funktion

Das iPhone 6s: Äußerlich gleich wie sein Vorgänger, doch bei den inneren Werten legt Apple der Konkurrenz vor.
Das iPhone 6s: Äußerlich gleich wie sein Vorgänger, doch bei den inneren Werten legt Apple der Konkurrenz vor. ©AP
San Franciso. Von Apple waren diesen Herbst vor allem neue iPhones erwartet worden - mit dem iPhone 6s und dem größeren 6s Plus wurde diese Erwartung auch erfüllt. Doch die Präsentation in San Francisco machte vor allem deutlich, dass man sich in Zukunft das TV-Geschäft vornehmen will und Tablets nach wie vor als Zukunftsmarkt sieht.
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Apple-Chef sprach zu Beginn der Keynote von “Monster-Ankündigungen” an, um dann aber erst einmal die die Entwicklung der Apple Watch Revue passieren zu lassen. Ein neues Modell gibt es nicht, dafür aber mehr Apps von Drittherstellern sowie neue Oberflächen und mehr Auswahl bei den Armbändern.

iPad Pro – großes Tablet für Profis

Als nächstes gab es ein größeres Tablet zu sehen, das iPad Pro mit 12,9 Zoll-Bildschirm (knapp 32,8 cm), “smartem Keyboard” sowie einem Stylus, dem Apple Pencil. In den sozialen Medien witzelten User prompt, Steve Jobs habe sich soeben im Grabe umgedreht – der verstorbene Apple-Gründer galt als vehementer Gegner dieser Eingabemethode.

Das iPad Pro soll den schwächelnden Absatz der Apple-Tablets ankurbeln und richtet sich etwa an Designer, Grafiker oder Ärzte. Apple demonstrierte, wie Bildbearbeitungs-Spezialisten oder Ärzte es einsetzen können. Das entspricht der Erwartung, dass das größere iPad mit professionellen Nutzern im Blick entworfen wurde.

Apple TV: Fernseh-Hub mit Spiele-Funktion

Die potenziell größte Tragweite hatten jedoch die Ankündigungen zu den Fernsehplänen mit der offenen App-Plattform. Die Transformation des TV-Geschäfts durch Apps finde bereits statt, betonte Cook. Als ein Beispiel nannte er Streaming-Dienste wie Netflix. Die neue Apple-TV-Box lässt sich auch mit Sprachbefehlen steuern und kann Inhalte über verschiedene Angebote hinweg suchen. Über sie will Apple Spiele und auch Online-Shopping auf die Fernseher bringen.

Apple ist bei weitem nicht das erste Unternehmen, das Fernsehen und Internet verknüpfen will. Der Großteil der Fernsehgeräte wird heute als “Smart-TV” mit Internet-Zugang verkauft. Ihre Bedienung im Online-Bereich wurde jedoch häufig als zu unbequem und die Chips als zu langsam kritisiert. Zugleich sind unter anderem Amazon und Google mit eigenen TV-Boxen auf dem Markt, die ebenfalls Apps wie Spiele auf den Fernseher bringen. Das neue Apple TV ist mit einem Preis ab 149 Dollar teurer als Konkurrenzgeräte.

3D Touch: Unterschiedliche Funktion je nach Druck

Mit dem “3D Touch” erweitert Apple erstmals seit dem Start des ersten iPhone 2007 die Art, wie ein berührungsempfindliches Smartphone-Display bedient wird. Durch die Stärke des Drucks kann man zum Beispiel zusätzliche Informationen oder Menüs aufrufen. Auch Entwicklern von Spielen bietet das neue Möglichkeiten.

Das iPhone gibt es jetzt auch in Rosa

Zum Schluss der Veranstaltung dann das Filetstück: Äußerlich sehen das neue iPhone 6S und das größere 6S plus genauso aus wie die aktuellen 6er-Modelle, die Technik wurde jedoch stark erneuert. Die Chips sind schneller, die Kamera hat jetzt 12 Megapixel und kann auch Video in besonders hoher Ultra-HD-Qualität (4K) aufnehmen. Auch die Frontkamera wurde verbessert, das Display dient als Blitz für Selfies bei Nacht.

Zudem bestehen die Gehäuse aus einer neuen Aluminium-Legierung, die auch in der Raumfahrt eingesetzt werde. Apple will ein neues Bendgate vermeiden – beim Vorgänger war das Gehäuse so schwach, dass es sich leicht verbiegen ließ. Die neuen iPhones werden in den Farben silber, gold, grau und “rosé-gold” verfügbar sein.

Noch kein Verkaufsstart für Österreich

Vorbestellbar ist das neue iPhone ab 12. September, am 25. September kommt es in den Handel – allerdings vorerst nur in zwölf Länder. Österreich ist nicht dabei, einen Termin für hiesige Gefilde gibt es noch nicht. Preislich soll sich im Vergleich zum Vorgänger nichts ändern.

Das iPhone ist das wichtigste Produkt von Apple. Es sorgt für mehr als 60 Prozent der Erlöse und ist der Treiber für die Milliardengewinne des Konzerns. Die Planke für die neuen Modelle hängt hoch: Vor einem Jahr sorgten die beiden 6er-Geräte mit erstmals deutlich größeren Bildschirmen im Weihnachtsgeschäft für einen Absatzsprung von 46 Prozent auf rund 74,5 Millionen Geräte. (red/APA/dpa)

Die gesamte Keynote gibt es bei Apple als Video zu sehen – im Gegensatz zum Livestream auch für Nicht-Apple-Geräte.

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