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Apple schockt mit Bildschirmständer um 999 Dollar

Apple stellte gestern seinen neuen Mac Pro vor. Allein der Ständer kostet knapp 1.000 Dollar.
Apple stellte gestern seinen neuen Mac Pro vor. Allein der Ständer kostet knapp 1.000 Dollar. ©APA/AFP/BRITTANY HOSEA-SMALL
Apple präsentierte am Montag einer Reihe neuer Produkte und Software. Für Aufsehen sorgte allerdings der neue Bildschirmständer. Er geht für knackige 999 Dollar über den Ladentisch.
Bilder des Apple-Events

Mit dem neuen Mac Pro will Apple verlorenen Boden im Geschäft mit Profi-Nutzern gutmachen. Der iPhone-Konzern stellte am Montag einen von Grund auf neu entwickelten Rechner der Reihe Mac Pro vor. Er soll ausreichend Kapazität zum Beispiel für professionelle Videoaufbereitung oder Musik-Komposition bieten. Unter anderem kann man damit mit mehreren Videos in extrem hoher 8K-Auflösung gleichzeitig arbeiten. Zusammen mit dem Mac Pro stellte Apple auch einen neuen Monitor mit sehr präziser Farbwiedergabe und hoher Auflösung vor. Der Computer hat einen US-Preis ab 5.999 Dollar, für den Monitor werden 4.999 Dollar fällig – plus 999 Dollar für den passenden Standfuß.

Apple hatte den Mac Pro zuletzt 2013 aktualisiert – und sich damals mit einem innovativen Design in eine technische Sackgasse manövriert. Der Konzern war davon ausgegangen, dass in leistungsstarken Computern mehrere Grafikkarten zusammenarbeiten werden und entwarf ein zylindrisches Gehäuse, in dem sie von durchströmender Luft gekühlt wurden. Doch in der Industrie setzte sich die Tendenz durch, den Arbeitsaufwand einer einzelnen hochgerüsteten Grafikkarte zu überlassen. Diese Modelle bekommt der Zylinder-Mac nicht gekühlt. Der Konzern kündigte deswegen bereits 2017 eine neue Version des Mac Pro in konventionellerer Bauweise an. Der neue Mac Pro erinnert nun äußerlich an den Vorgänger des Zylinder-Modells, der wegen der markanten Löcher im Metall-Gehäuse den Spitznamen “Käsereibe” bekam.

Eigenes Betriebssystem für iPads

Die iPad-Tablets bekommen erstmals ein eigenes Betriebssystem, das sie stärker wie einen vollwertigen PC-Ersatz nutzen lässt. Außerdem stellte Apple am Montag nach Jahren wieder einen neuen Hochleistungs-Computer der Mac-Pro-Reihe vor, der für professionelle Nutzer mit hohen technischen Ansprüchen gedacht ist.

Auf dem iPhone, dem wichtigsten Apple-Produkt, wird auch die Karten-App verbessert. Zunächst in den USA bekommen Nutzer bis Jahresende die Möglichkeit, sich dreidimensionale Straßen-Ansichten anzusehen. Es ist so etwas wie Googles Street View in 3D.

Einen Fokus setzte Apple zum Start seiner Entwicklerkonferenz WWDC in San Jose weiterhin auch auf den Datenschutz. So bekommen Nutzer die Möglichkeit, ihren Aufenthaltsort auch nur einmal mit einer App zu teilen – bisher kann man nur der permanenten Nutzung von Ortsdaten bei aktiver Anwendung zustimmen. Wenn eine App versucht, zu schummeln und trotzdem den Aufenthaltsort abzurufen, bekommt der Nutzer eine Warnmeldung. Bei vernetzter Haustechnik im Smarthome soll die Apple-Plattform HomeKit mit Hilfe der Installation in Internet-Routern künftig einzelne Geräte besser voneinander abschirmen, damit Anbieter Nutzer nicht ausspähen können. Dafür ausgestattete Router kommen zunächst unter anderem von Linksys.

iTunes wird in einzelne Apps augespaltet

Auf Mac-Computern wird die betagte Multimedia-App iTunes in einzelne Apps für Musik, Podcasts und Videoinhalte aufgeteilt. Außerdem macht es Apple für Entwickler insgesamt deutlich einfacher, iPhone-Apps in Programme für den Mac umzuwandeln. Das könnte die Programm-Auswahl auf den Apple-Computern stark verbessern.

Wenn die Apple Watch attraktiver für Android-Nutzer wird, könnte das die Erfolgschancen anderer Smartwatch-Anbieter verschlechtern. Bisher brauchte man ein iPhone zum Beispiel, um Apps auf die Apple Watch zu laden. Künftig bekommt die Computer-Uhr einen eigenen App Store und auf ihr laufende Anwendungen brauchen keinen Gegenpart auf dem iPhone mehr. Die Apple-Uhr ist bereits die mit Abstand populärste Smartwatch, wurde aber zugleich durch die Verbreitung des iPhones zurückgehalten: Android-Smartphones haben einen Marktanteil von mehr als 80 Prozent.

(APA/red)

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