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Anschober-Rücktritt: So reagieren die Ländle-Kollegen

Landesrat Johannes Rauch dankt Rudolf Anschober für seine Arbeit als Gesundheitsminister.
Landesrat Johannes Rauch dankt Rudolf Anschober für seine Arbeit als Gesundheitsminister. ©VOL.AT/Steurer
Gesundheitsminister Rudolf Anschober hat seinen Rücktritt bekannt gegeben - seine Vorarlberger Politkkollegen bedanken sich.

Am Dienstagvormittag gab Gesundheitsminister Rudolf Anschober seinen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen bekannt. "Ich bin überarbeitet und ausgepowert", sagte Anschober in einer Pressekonferenz. "Die abgelaufenen 15 Monate war wohl die härteste Zeit in der langen politischen Karriere. Dass Rudi nun aus gesundheitlichen Grünen zurücktritt, ist für seine Genesung unabdingbar, aber ein großer Verlust für uns Grüne und die österreichische Politik", erklären Landesrätin Katharina Wiesflecker und Landesrat Johannes Rauch in einer Aussendung.

Johannes Rauch in der Sondersendung

In der VOL.AT-Sondersendung nach dem Rücktritt gab der Grüne Landesrat Johannes Rauch an, schon im Vorfeld in die Entscheidung mit eingebunden gewesen zu sein, die Pressekonferenz sei "der Schlussbaustein" gewesen. Auch wenn er den Ausgang des Termins bereits kannte, seien die Aussagen von Anschober für ihn sehr emotional gewesen. Was Anschober die letzten 15 Monate geschultert habe, sei unmenschlich und eine Zumutung.

"Verantwortung"

Auch NEOS-Landessprecherin Sabine Scheffknecht hat sich nach dem Rücktritt zu Wort gemeldet. "Bundesminister Anschober übernimmt mit diesem Schritt Verantwortung und ich danke ihm und zolle ihm Respekt für dieses Verantwortungsbewusstsein, das leider nicht allen in der Regierung gegeben ist." Nun sei es wichtig, für eine geordnete Übergabe zu sorgen.

Staudinger: "Gesundheit geht vor"

Für SPÖ-Chef Martin Staudinger ist der Rücktritt von Gesundheitsminister Rudolf Anschober der richtige Schritt. "Gesundheit geht vor. Zudem braucht Österreich einen Gesundheitsminister, der sich voll auf die Bewältigung der Pandemie konzentrieren kann", so Staudinger.

Eine Ursache für Anschobers Entscheidung sei sicher auch die fehlende Unterstützung des türkisen Koalitionspartners, so Staudinger. "Er wurde von der ÖVP oft im Regen stehen gelassen. Wenn für die Bevölkerung schwer einschneidende Maßnahmen getroffen werden, muss die Politik zusammenhalten. Wenn sogar der eigene Koalitionspartner sich abputzt, funktioniert weder die Akzeptanz noch die Qualität."

(VOL.AT)

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