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Anschober-Rücktritt: Harte Kritik von FPÖ und SPÖ

Christof Bitschi (FPÖ) und Reinhold Einwallner (SPÖ) sprachen über den Rücktritt von Gesundheitsminister Rudolf Anschober.
Christof Bitschi (FPÖ) und Reinhold Einwallner (SPÖ) sprachen über den Rücktritt von Gesundheitsminister Rudolf Anschober. ©VOL.AT, AP
Nach dem Rücktritt von Gesundheitsminister Rudolf Anschober schießen Christof Bitschi (FPÖ) und Reinhold Einwallner (SPÖ) in "Vorarlberg LIVE" gegen die Bundesregierung.

Am Dienstagvormittag gab Gesundheitsminister Rudolf Anschober seinen Rücktritt bekannt, als Grund gab er gesundheitliche Probleme an. FPÖ-Landesparteiobmann Christof Bitschi ortet in "Vorarlberg LIVE" auch die fehlende Unterstützung der Bundesregierung. Die ÖVP wolle von den eigenen Skandalen ablenken und habe deshalb auch gegen Anschober geschossen. Dies habe sich auch darin gezeigt, dass sich der Gesundheitsminister in der Rücktrittsrede bei vielen Personen bedankt habe, nicht jedoch beim Koalitionspartner.

Die Republik brauche in der Krise eine funktionierende Regierung, die derzeitige sei nicht mehr handlungsfähig. Bitschi fordert, dass noch mehr Minister dem Beispiel Anschobers folgen und das Amt zurücklegen. "Das System Kurz ist am Ende."

Auch für Nachfolger Wolfgang Mückstein findet Bitschi harte Worte. Der Arzt, der bereits am Dienstag in einer Pressekonferenz angab, sich für einen österreichweiten Lockdown einzusetzen, falls es nötig sei, werde starken Gegenwind durch die FPÖ bekommen, die sich auch weiterhin für mehr regionale Öffnungsschritte einsetzen wird. Wie Bitschi berichtet, wird darüber am Mittwoch auch im Vorarlberger Landtag diskutiert.

Reinhold Einwallner

Für sanfte Öffnungsschritte spricht sich auch Reinhold Einwallner, Nationalratsabgeordneter der SPÖ in "Vorarlberg LIVE" aus. Man müsse sich den Modellversuch aber noch länger anschauen, sollten die Zahlen nicht explodieren, seien aber weitere Lockerungen möglich.

Der Rücktritt von Gesundheitsminister Anschober sei für ihn nicht überraschend gewesen. Er habe sehr viel Engagement ins Amt gelegt, es habe aber auch eine Reihe von Fehlern gegeben. Dass sich Anschober nicht beim Koalitionspartner bedankt habe, seien für ihn zwar nicht unüblich, würden aber viel aussagen.

Einwallner äußerte ebenfalls harte Kritik an der Bundesregierung und der laut dem SPÖ-Politiker fehlenden Korruptionsbekämpfung. Er räumt zwar an, dass es nicht unüblich sei, dass Position politisch besetzt werden, die Vorgehensweise der ÖVP sei aber nicht tragbar. Man habe sich Gesetze nach Wunsch geschrieben und abgeändert und dann den passenden Aufsichtsrat zusammengestellt.

Neben Christof Bitschi und Reinhold Einwallner war auch Christina Stefanovic, die mit dem Sicherheitspreis ausgezeichnet wurde, in "Vorarlberg LIVE" zu Gast.

(VOL.AT)

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