Anschober: November war Monat mit "höchsten Werten"

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Zahl der Neuinfektionen am Montag dafür erstmals wieder unter 3.000.
Die Sonntags-Zahlen aus Vorarlberg

Die Zahl der in Österreich nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden ist am Montag mit 2.748 Fällen erstmals wieder unter die 3.000er-Marke gefallen. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sprach bei einer Pressekonferenz zur Corona-App in Wien von "leichten Rückgängen seit einigen Tagen", aber einem nach wie vor "dramatisch hohen Niveau".

Zahlen montags niedriger

An Montagen fallen die bestätigten Neuinfektionen immer niedriger aus, weil über das Wochenende Labore weniger Testergebnisse ins Epidemiologische Meldesystem EMS einspeisen als an Wochentagen. Anschober präsentierte daher einen Vergleich der bisherigen Montage im November, dem Monat mit den "massiv höchsten Werten" im Rahmen der Pandemie in Österreich. Am ersten Montag des Monats wurden nach Angaben des Ministers 5.993 neue Fälle registriert, eine Woche später seien es 4.657 gewesen, am 16. November dann 4.135, am vergangenen Montag 3.145 und nunmehr, am letzten des Monats, 2.748.

Unter die 3.000er-Marke zu kommen, sei "gut und sollte uns Motivation geben", meinte der Ressortchef. Allerdings seien auch nur rund 15.000 Testungen eingemeldet worden, deutlich weniger als im November-Schnitt sonst, wo fast 30.000 Tests pro Tag verzeichnet worden seien.

Weitere Zahlen von Anschober

Deutlich höher als die Zahl der Neuinfektionen fiel erfreulicherweise die Zahl der Genesungen aus: Sie betrug binnen 24 Stunden laut Anschober 4.694. Allerdings seien auch 79 Todesfälle seit Sonntag dazugekommen. In Spitälern stieg die Zahl der Covid-19-Patienten um 89, auf den Intensivstationen um zehn auf insgesamt 701 Schwerstkranke weiter an.

Insgesamt gab es seit Beginn der Pandemie in Österreich laut Innenministerium 282.456 Infektionen mit SARS-CoV-2 und 3.184 Todesfälle im Zusammenhang damit. Die Zahl der Genesenen stieg nach diesen Angaben auf insgesamt 221.692. Am Montag waren demnach 3.639 Normalbetten in den Spitälern österreichweit mit Corona-Kranken belegt.

Neuinfektionen nach Bundesländern:

  • Burgenland: 107
  • Kärnten: 180
  • Niederösterreich: 619
  • Oberösterreich: 521
  • Salzburg: 232
  • Steiermark: 343
  • Tirol: 268
  • Vorarlberg: 112
  • Wien: 366

Anschober appellierte zur Installation der Stopp Corona-App

In der "entscheidenden Phase vor einer Impfung" hat Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) erneut für die Installation der "Stopp Corona"-App geworben. Bisher wurde die App von 1,25 Millionen Menschen in Österreich heruntergeladen, in den kommenden Wochen sollen "ein paar Hunderttausend" dazukommen, hoffte er am Montag bei einer Pressekonferenz. Die Applikation erleichtert vor allem das Kontaktmanagement.

Ein Mittel, um diese Zahlen weiter nach unten zu drücken, sei die Nutzung der "Stopp Corona"-App. Hier gibt es dem Minister zufolge durchaus noch "Luft nach oben". Daher appellierte Anschober an alle, welche die Applikation noch nicht installiert haben, "das jetzt noch zu tun". Die Installation auf dem Smartphone benötige nicht mehr als 30 Sekunden. "Sie tut nicht weh, sie nützt aber sehr viel", so Anschober.

Auch der Bundesrettungskommandant des Roten Kreuzes, Gerry Foitik, warb erneut für die App. Durch die 1,25 Millionen User konnten bisher sechs bis acht Prozent an Neuansteckungen vermieden werden. "Das ist nicht genug", so Foitik. Zudem werde die App künftig auch mit entsprechenden Applikationen aus anderen EU-Ländern kompatibel sein. Der Bundesrettungskommandant betonte, dass der Datenschutz gegeben ist. Dies wurde auch von der Journalistin und Social Media-Expertin Ingrid Brodnig via Videozuschaltung bestätigt.

Die App funktioniert mittels Bluetooth. Alle Kontakte, die näher als 1,5 Meter waren und länger als 15 Minuten gedauert haben, werden aufgezeichnet. Wird jemand positiv auf SARS-CoV-2 getestet, kann über die App eine rote Warnung an die Kontakte der vergangenen Tage versendet werden - samt der Aufforderung zur Selbstisolation. Die Applikation arbeitet derzeit völlig im Hintergrund, ab dem nächsten Update soll aber leicht ablesbar sein, mit wie vielen Kontakten sich das Handy verbunden hat.

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(APA)

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