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Anrainer in Göfis empören sich über genehmigte Baustelle am Stüra Hügel

Göfis – Die Anrainer am Stüra Hügel in Göfis sind empört. Seit sieben Wochen wird ständig gesprengt und gebaggert. Der Grund ist ein ungeliebtes Bauprojekt vor ihrer Haustüre, welches auf einer ‚exponierten Lage‘ entstehen soll.
Interview mit Bauingenieur Herbert Steinlechner
Baustelle am Stüra Hügel

In einer Ausgabe des Gemeindeblattes ‚Segavio‘ 2007 beschrieb die Gemeinde den ‚Schutz des örtlichen Landschaftsbild‘, unter anderem auch an exponierten Lagen. Ein Bild neben dem Artikel zeigt den Stüra Hügel, welcher an der Oberseite ein Plateau aufwies. „Hier hätte man dem Ortschaftsbild getreu Häuser bauen können“, meint der pensionierte Bauingenieur Herbert Steinlechner, der selbst Anrainer ist und weiß wovon er spricht. In erster Linie klagen die Anrainer auf dem Stüra Hügel über mangelnde oder falsche Informationen. „Beispielsweise wurde in einem Bescheid bekanntgegeben, dass es zu keinen Sprengungen kommen wird“, so Steinlechner. Nun wird seit 7 Wochen mehr oder weniger täglich gesprengt. Während des Interviews von einer Stunde alleine zwei Mal. „Das war heute harmlos“, schmunzelt er. Denn normalerweise würde hier die Erde beben und die Gläser klimpern. Problematisch wäre nicht die Erschütterung, sondern die Schäden, welche durch die Sprengungen entstünden. „Natürlich wissen wir, dass eine Baustelle Dreck und manchmal auch Lärm verursacht – aber über diese lange Zeitstrecke ist es unerträglich“, erklärt der Pensionist.

‚Gemeinde reagiert nicht!‘

Durch Leserbriefe und andere Hinweise haben die Anrainer versucht auf sich aufmerksam zu machen und Gespräche mit der Gemeinde zu führen. „Aber wir werden hier einfach ignoriert“, klagt Steinlechner stellvertretend für die Anrainer. „Dies ist Bauland“, meint die Gemeinde auf Vorarlberg Online Anfrage. „Wir nehmen der Gemeinde krumm, dass wir nicht einmal informiert wurden oder miteinbezogen“, sagt Steinlechner. Die Wohnqualität würde daher auch nicht besser werden. Keinen Vorwurf macht Steinlechner dem Bauunternehmen: „Die versuchen nur jeden Zentimeter zu nutzen und können nichts für die Entscheidungen der Gemeinde.“ Das dörfliche Flair und die Wohnqualität der Menschen stünde jedenfalls nicht im Vordergrund der Gemeindeinteressen.

Interview mit Bauingenieur Herbert Steinlechner

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