Annäherung an die Topklubs oder gar noch mehr

Austria Lustenau will zurück in die Bundesliga
Austria Lustenau will zurück in die Bundesliga ©Gepa
16 Jahre wartet Austria Lustenau nunmehr schon auf die Rückkehr in die Bundesliga. Nach den zuletzt Endrängen fünf und sieben in der SkyGo Erste Liga strebt die Elf von Trainer Lassaad Chabbi vor allem eine Annäherung an die Topklubs in der zweithöchsten Spielklasse Österreichs an. In den Vereinsfarben Grün-Weiß (Hosen grün, Shirt weiß) im neuen Outfit bzw. Dress ist dieses Unternehmen auch sicher möglich.

Viele Vostandsmitglieder mit „Boss“ Hubert Nagel und Vize Christian Ortner sowie 500 Anhänger zeigten sich schon während des letzten Tests gegen Brühl St. Gallen begeistert von der neuformierten Austria-Elf. Schon lange nicht mehr so wie heuer darf die Lustenauer Austria sich ernsthaft, wenn die ausgezeichnete Vorbereitung auch mit als Maßstab einbezieht, auf eine ausgesprochen gute erfolgreiche sportliche Zukunft freuen. Vor allem die Art und Weise wie die Chabbi-Schützlinge bislang sich präsentierte war sehenswert. Mit einem modernsten Offensivfußball-Power wie noch nie ziehen Christoph Stückler und Co. die Fanschar auf ihre Seite. 21 Spieler und zwei Tormänner umfasst die Profiabteilung der Austrianer. Ein Konkurrenzkampf ist längst im Gang, auf allen Positionen sind zwei bis drei Spieler zur Verfügung. Wohl den größten Sprung in der kurzen Sommerpause machte Philipp Roller. Er dürfte den Sprung von den Amateuren in die Startelf der Profis wohl geschafft haben. Auf der rechten Verteidigerposition wusste er in den Tests zu überzeugen. Großes darf man auch von Alexander Joppich erwarten. Der 21-jährige Defensivkünstler hat sich so darf man nach den gezeigten Leistungen gegenüber Daniel Sobkova und Ilkay Durmus ausgehen, auf der linken Abwehrseite sein Leibchen gesichert. „Ich will mit der Austria in die Bundesliga und durch meine starke Leistungen dazu beitragen“, gibt Joppich die Marschroute schon vor. Sein Klubkollege Raphael Dwamena besticht durch viel Laufbereitschaft und Durchschlagskraft. Der 20-jährige Ghanese könnte der neue Torjäger der Lustenauer werden. Eine Bereicherung auch die Neuen Marco Stark (23), Stürmer Valentin Grubeck (21) und Stefan Bergmeister (19). Trainer Lassaad Chabbi hat in punkto Aufstellung die Qual der Wahl aber an Qualität aus der letzten Saison um einiges dazugewonnen. Mit der Austria ist auf alle Fälle zu rechnen.

8:0-Bestschießen und Demonstration der eigenen Stärke

Klasse! Bärenstarkes Austria Lustenau deklassierte in der letzten Formüberprüfung Brühl St. Gallen fast zweistellig

Der Torhunger von Erstligist Austria Lustenau war kaum zu stillen. Eine sehr beeindruckende Vorstellung der Schützlinge von Trainer Lassaad Chabbi eine Woche vor dem ÖFB Cup-Auftritt in Kärnten in Ferlach. Der Schweizer Regionalligaklub mit Coach Uwe Wegmann wurde im Bestschießen mit 8:0 besiegt, zweimal trafen die Grün-Weißen durch Pius Grabher (38.) und den eingewechselten Jailson (90.) noch mit einem jeweils sehr scharfen Weitschuss die Querlatte. Mit dem 8:0 sind die Eidgenossen noch gut bedient. Mit drei Treffern zeigte sich der beste Akteur der letzten Saison in der SkyGo Erste Liga, Julian Wießmeier wieder in der alten Hochform. Der Deutsche war nicht nur torgefährlich, sondern mit viel Spielwitz. Der aber mit Abstand stärkste Austrianer hieß Jodel Dossou: Der Nationalspieler von Benin spielte die Schweizer Spieler trotz einer Glutofenhitze auf dem Hauptspielfeld des Lustenauer Reichshofstadion sehr oft schwindlich und erzielte auch mit einem wunderschönen Schlenzer aus spitzem Winkel ins rechte Kreuzeck das „Tor des Tages“. Auch die Neuerwerbungen Raphael Dwamena und Alexander Joppich (beide Liefering) sowie Ex-Amateurkicker Sinan Seyfettin Akdeniz trugen sich in die Torschützenliste ein. Innenverteidiger Peter Haring sorgte mit einem wuchtigen Kopftor für die 3:0-Pausenführung. Detail am Rande: Brühl St. Gallen Coach Uwe Wegmann entschuldigte sich sofort nach dem Schlusspfiff bei Austria-Trainer Lassaad Chabbi, weil seine Mannschaft den Grün-Weißen haushoch unterlegen waren und nicht die geringste Chance vorfanden 90 Minuten lang, und das als Drittligist.  Drei Siege und zwei Remis gab es in den fünf Tests, Austria Lustenau geht ungeschlagen in die Meisterschaft bzw. ÖFB Cup.

Sambafußball im Reichshofstadion hat noch Pause

In der abgelaufenen Meisterschaft 2015/2016 zählte Bruno Felipe Souza da Silva zu den größten positiven Entdeckungen der Austria-Mannschaft. Vorerst müssen die Fans im Reichshofstadion auf einen Sambafußball verzichten. Der 22-jährige Mittelfeldspieler (Vertrag bis 30. Juni 2018) zog sich in der ersten Trainingswoche (Mitte Juni) eine Adduktorenverletzung zu und kann seitdem nicht einmal trainieren. Zum Saisonstart im ÖFB Cup und Meisterschaft wird Bruno fehlen.

Testspiel

SC Austria Lustenau – SC Brühl St. Gallen 8:0 (3:0)

Reichshofstadion, 500 Zuschauer, SR Schörgenhofer

Torfolge: 23. 1:0 Raphael Dwamena, 27. 2:0 Alexander Joppich, 43. 3:0 Peter Haring (Kopfball), 54. 4:0 Julian Wießmeier, 57. 5:0 Julian Wießmeier (Foulelfmeter), 60. 6:0 Jodel Dossou, 67. 7:0 Julian Wießmeier, 83. 8:0 Sinan Seyfettin Akdeniz

SC Austria Lustenau: Knett (68. Mohr); Roller, Stückler (61. Bergmeister), Haring, Joppich (68. Sobkova); Bolter (46. Stark), Grabher; Dossou (68. Jailson), Wießmeier; Grubeck (46. Akdeniz), Dwamena (68. Durmus)

Es fehlten: Bruno (Adduktoren), Marco Krainz (U-19-ÖFB-Nationalteam)

Bereits gespielt: Austria Lustenau – FC Will 1:1; Austria Lustenau – Luzern 1:1; Austria Lustenau – FC Zürich 2:0; Austria Lustenau – SC Sevimli Fußach 6:0

Miteinander und neuer Initiative in die Bundesliga

Im Rahmen der Saisoneröffnung von Austria Lustenau präsentierte sich der Fanklub Nordtribüne im Austria-Dorf den Zuschauern völlig neu. Unter dem Motto Gemeinsam wollen wir Großes erreichen startet der Austria-Anhang auch mit einem neuen Konzept, welches beim ersten Heimspiel am 22. Juli (20.30 Uhr) gegen LASK Linz vorgestellt wird in eine neue Ära. „Wir sind mit großem Herz Austrianer und wollen einer sportlich guten Zukunft entgegengehen und einen großen Anteil dazu leisten“, sagt Fanvertreter Hannes Baur. Mit einem neuen natürlich grünen T-Shirt (Aufschrift Reichshofstadion) stellt sich der Austria-Fanclub neu auf. Um 12 Euro kann man ein solches im Fanstand dann erwerben. Weitere große Ziele vom Fanclub: Die Wiederbelebung vom österreichweiten einzigartigen Austria-Dorf mit diversen Aktionen, monatliche Treffpunkte mit Vereinsangehörigen und Anhänger. Miteinander und nicht gegeneinander so heißt es künftig. „Wir können vieles verbessern und wollen die Austria zurück in die Bundesliga bringen. Wir sind nicht nur die Bösen, jetzt müssen alle an einem Strang ziehen, die Vorkommnisse aus der Vergangenheit wollen wir ad acta legen“, so Baur. „Die Stimmung und die Austria Fans sind für uns enorm wichtig“, so Austria-Kapitän Christoph Stückler.

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