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Anlaufstelle, Stütze und Vermittler

Zeljko Bilic mit Hund Rocky
Zeljko Bilic mit Hund Rocky ©Christof Egle
Zeljko Bilic ist Leiter der OJA Meiningen

Meiningen. Der 1971 in Bregenz geborene Bilic hat nach seiner Schulzeit an sich eine Lehre als Schlosser absolviert, aber schon da seinen Hang zur Jugendarbeit entdeckt – er war Jugendvertrauensrat in seinem Lehrbetrieb. Nach dem Abschluss war Bilic dann auf der Suche nach der seiner Berufung. Er arbeitet mal als Taxifahrer, als Marktverkäufer und versuchte sich an der Krankenpflegeschule. Mit der Geburt seiner ersten Tochter 1995 wechselte er als Quereinsteiger in die Jugendarbeit ins Between in Bregenz. Von dort aus wechselte er in die Schweiz und nach Liechtenstein, wo er unter anderem auch Präsident des fürstlichen Jugendarbeitsdachverband war. Parallel dazu absolvierte Bilic die nötigen Ausbildungen in Schloss Hofen und holte sich Zusatzqualifizierungen als Erlebnispädagoge und als Jugendritualleiter. Weil es bei Bilic etwas länger gedauert hat, bis er seine wahre Berufung gefunden hat, ist vielleicht der Grund warum er stets gerne eine Stütze bei der Suche nach dem richtigen Beruf für die Jugendlichen war und ist. Bevor er im Dezember 2018 die Leitung der OJA Meiningen übernommen hat, war er noch als interimistischer Leiter im Feldkircher Graf Hugo tätig. Dort engagierte er sich vor allem im Bereich Gewaltprävention, in der Migrationsarbeit und in der Bubenarbeit. Der Wechsel nach Meiningen war dann ein großer Schritt, unterscheide sich die Jugendarbeit in der Stadt durchaus von der in einer kleinen Gemeinde. Hier kennen ihn alle Jugendliche und er wird gerne als Anlaufstelle bei Problemen kontaktiert, in der anonymen Stadt war dies deutlich weniger der Fall. „In Meiningen ist man greifbar, die Wege sind schneller und kürzer, grundsätzlich mag ich das“, sagt der vierfache Familienvater. Auch sind Ressourcen und Budgets am Land deutlich geringer, was die Arbeit herausfordernd aber auch spannend macht.

Der Fall um den Missbrauchsskandal des Leiters des Altacher Jugendtreffs, hat Bilic persönlich schwer getroffen: „Es hat ein Stück Leichtigkeit in der Arbeit gekostet und beschäftigt mich noch heute“, dies vor allem auch weil er den mittlerweile verurteilten Jugendarbeiter persönlich gut gekannt hat. Reagiert wurde entsprechend darauf, es wurde ein neuer Leitfaden erarbeitet, es herrscht ein Vier Augen Prinzip auch aus Eigeninteresse und man achte nun noch genauer auf einen korrekten Umgang mit den Jugendlichen.

Die Gestaltung des Programms der OJA gestaltet Bilic möglichst viel mit den Jugendlichen zusammen. Eingeführt wurden auch die AHA Jugend Points, womit sich jeder mit seinen Diensten wertvolle Belohnungen erarbeiten kann. Neben Ausflügen, Workshop und dem regulären offenen Betrieb ist Ende des Jahres ein Foto Vernissage geplant. Die Jugendlichen werden zusammen mit Profis ihren Lieblingsplatz ablichten und beschreiben. Der rege Zuspruch (30-50 regelmäßige Besucher im Jugendtreff „Point“) zeigen ein klares Bild für die Arbeit, die Bilic von seinem Vorgänger übernommen und erfolgreich weiterentwickelt hat. CEG

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