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Düstere Prognosen: Analysten watschen Zumtobel ab

Dem Dornbirner Leuchtenhersteller Zumtobel stehen schwere Zeiten bevor.
Dem Dornbirner Leuchtenhersteller Zumtobel stehen schwere Zeiten bevor. ©APA/GINDL
Nach Management-Turbulenzen, Gewinnwarnungen und einem über die letzten 12 Monate erfolgten Kurseinbruch der Aktien von 45 Prozent erwarten Analysten für das dritte Quartal 2017/18 von Zumtobel schwächere Zahlen auf ganzer Linie. Für die am Dienstag anstehenden Ergebnisse des Lichttechnikkonzerns liegen Schätzungen von Erste Group, Baader Bank und Raiffeisen Centrobank (RCB) vor.
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Unterm Strich soll im Mittel ein Verlust von 3,7 Mio. Euro stehen. Auch schon im zweiten Quartal erwirtschaftete Zumtobel ein Minus von zwei Millionen Euro. Im dritten Quartal des Vorjahres lag das Nettoergebnis mit 2,3 Mio. Euro noch in der Gewinnzone.

Anfang Februar hatte Zumtobel-CEO Ulrich Schumacher überraschend sein Amt zurückgelegt. Bis auf Weiteres übernimmt Alfred Felder die Aufgabe zusätzlich zu seiner Funktion als Vertriebsvorstand. Auch die Finanzvorständin Karin Sonnenmoser (CFO) verlässt das Unternehmen Ende Juni.

Drei Monate, zwei Gewinnwarnungen

Dem Traditionskonzern bereiten nicht nur Personalfragen Kopfschmerzen. Zumtobel hat Ende Jänner die zweite Gewinnwarnung innerhalb von drei Monaten herausgegeben. Der bereinigte operative Gewinn wird 2017/18 demnach nur 15 bis 25 Mio. Euro betragen, statt wie bisher angenommen 50 bis 60 Mio. Euro. Hierfür gehen die Schätzungen der heimischen Analysten auseinander.

Für das operative Ergebnis (EBIT) zeichnet sich ein Rutsch in die Verlustzone ab. So schätzen die Analysten im Schnitt einen EBIT-Verlust von 1,2 Mio. Euro ab. Im Vorjahr schrieb der Konzern mit 5,6 Mio. Euro noch schwarze Zahlen. Für das EBITDA dürfte Zumtobel zwar bei 10,8 Mio. Euro liegen, allerdings wurde ein Jahr zuvor noch fast doppelt so viel verbucht. Für das EBITDA liegt keine Schätzung von der Baader-Bank vor.

Sparprogramm wird fortgerührt

Nicht ganz so dramatisch steht es um den Umsatz. Dieser dürfte nur um zehn Prozent auf 276,6 Mio. Euro zurückgehen. Hier hatte in den Quartalen zuvor die Schwäche des britischen Pfunds belastet. Zumtobel macht etwa 18 Prozent seiner Umsätze am britischen Markt.

Da der Vorarlberger Konzern einen “relativ schwachen” Free Cash Flow von minus 22,5 Mio. Euro im ersten Halbjahr aufwies, werden die Analysten der Baader-Bank besonders auf diese Kennzahl achten, schreiben sie in ihrer jüngsten Studie.

Zuletzt hatte der Konzern angekündigt, an seinem Sparprogramm weiter festzuhalten. Am Montagvormittag notierten die Aktien bei minus 0,5 Prozent auf 8,55 Euro.

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