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An der europäischen Spitze

Das Gold-Paar Markus Rogan und Mirna Jukic hat in der vergangenen Woche bei der 27. Langbahn-EM in Madrid eine neue Sprosse auf der Erfolgsleiter des österreichischen Schwimmsports erklommen.   

Gold-Medaillen und Podestplätze hatte es zwar bereits in den vergangenen Jahren gegeben, doch diesmal stieß die VÖS-Equipe mannschaftlich mitten in die europäische Spitze vor. Als Fünfter der Medaillen-Bilanz und mit dem besten Einzel-Athleten der Titelkämpfe machte Rot-Weiß-Rot von sich reden.

Die Beschickung der Bewerbe in der spanischen Hauptstadt war richtig, denn fast alle österreichischen Aktiven gingen voll motiviert aus der EM heraus und hinein in die Olympia- bzw. weitere Saison. Rogan hat sich zu einem „big player” auf der internationalen Bühne gemausert, Jukic hält beständig ihr hohes Niveau und auch die zweite Welle bringt stabil Spitzen-Leistungen. Petra Zahrl, Judith Draxler und Maxim Podoprigora schwammen alle in zumindest ein Finale und unterboten wie Rogan und Jukic mehrmals Olympia-Limits.

Dieses Top-Quintett hat sich also nicht zu Unrecht für die Spiele in Athen qualifiziert, doch dürfen die Erwartungen nach dem Gold-Triple von Athen nun nicht zu hoch angesetzt werden. In diese Richtung geht auch das Resümee von VÖS-Generalsekretär Thomas Gangel: „Die Erfolge unserer Schwimmer waren eine tolle Werbung für die Kurzbahn-EM im Dezember in Wien. Aber die Medaillen in Athen hängen noch immer sehr hoch. Wenn es bei Olympia zu Final-Teilnahmen reicht, müssen wir schon zufrieden sein.”

Natürlich sind nach aktuellem Stand Rogan, Jukic und der unberechenbare Podoprigora Hoffnungsträger auf olympische Podestplätze, die weltweite Konkurrenz auf deren Paradestrecken ist aber ungleich größer als jene auf dem Kontinent.

Am Samstag wird Paul Schauer zum VÖS-Präsidenten gewählt. Mit ihm will Gangel die Basis legen, damit auch die noch jüngere Generation erfolgreich wird. Dazu soll u.a. möglichst das Budget erhöht und in jedem Bundesland ein Leistungszentrum errichtet werden. Der eingeschlagene Weg ist offenbar nicht schlecht, interessieren sich doch bereits ausländische Verbände für Österreichs erfolgreiches System.

Link zum Thema:
Österreichischer Schwimmverband

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