­Altenstädterin neue Chefin am Bezirksgericht

Feldkirch - Karin Seidl-Wehinger (45) hat jetzt am Feldkircher Bezirksgericht das Sagen.

Vakant wurde die Stelle durch den Aufstieg von Richterin Kornelia Ratz zur Vizepräsidentin des Landesgerichtes. Ratz hatte über fünf Jahre hinweg als Gerichtsvorsteherin die Geschicke im Bezirksgericht geführt. Ihr Erbe trat jetzt Karin Seidl-Wehinger aus dem Feldkircher Stadtteil Altenstadt an. Die Mutter eines Sohnes wurde damit zur Chefin von sieben Richter(inne)n und 41 weiteren Mitarbeiter(inne)n. „Klare Entscheidungen treffen und ein offenes Ohr für alle haben.” Mit diesen Worten umschreibt Seidl-Wehinger die Art ihres Führungsstils. Und pro Dienstjahr beabsichtigt die neue Gerichtsvorsteherin, welche ein Faible für Chor­gesang und Musik im Allgemeinen hat, „mindestens einmal ein Vieraugen­gespräch zu führen”.

Einfühlungsvermögen

Den Berufswunsch Richterin zu werden habe sie bereits als Volksschülerin verspürt, erinnert sich Seidl-Wehinger, die sich in ihrer ­Funktion als Gerichtsvorsteherin „keinesfalls in der Rolle einer Quotenfrau fühlt”. Vor allem „das breite Betätigungsfeld vor Gericht” habe sie gereizt und schlussendlich das Studium der Rechtswissenschaften ergreifen lassen. Was zeichnet einen guten Richter aus? „Man muss die Menschen mögen, ihnen zuhören können und viel Einfühlungsvermögen besitzen. Letzteres kann man sich bis zu einem gewissen Grad während der Arbeit im Gericht aneignen”, betont Seidl-Wehinger, welche rund 70 Prozent ihrer Arbeitszeit nach wie vor im Gerichtssaal verbringt. Und dort geht es ihrer Meinung nach durchwegs um das Finden „von sachgerechten Lösungen, mit denen Betroffene auch leben können”.

ZUR PERSON

Mag. Karin Seidl-Wehinger Beruf: Gerichtsvorsteherin Geboren: 12. Juli 1963 Familie: verheiratet, ein Sohn Werdegang: Volksschule und Gymnasium in Feldkirch, Studium Rechtswissenschaften mit Ausbildung zur Richterin in Wien, seit 1995 im Ländle tätig; Vorsteherin des Bezirksgerichts Feldkirch seit Dezember 2008 Lieblingsspeise: Gemüse und Obst Hobby: Chorgesang und Musik Lebensmotto: „Vorwärts schauen

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